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Klimaschutz: Krediterhöhung für Energie-Coaching und neues Förderprogramm für Gebäudesanierungen

2022-07-06 13:05:25
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Quelle: Stadt Zürich

Die Stadt Zürich unterstützt Hauseigentümer*innen auf dem Weg zu Netto-Null mit Beratung und Fördermitteln, wie die Stadt Zürich schildert.

Für die Beratungsleistungen des Energie-Coachings beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat aufgrund steigender Nachfrage eine Krediterhöhung auf jährlich 2 Millionen Franken. Ein neues Förderprogramm startet im August und solle dazu beitragen, die Sanierungsrate zu erhöhen sowie den Wärmebedarf von Gebäuden und damit die Treibhausgasemissionen auf dem Stadtgebiet zu senken.

Im Rahmen der Energieberatung Stadt Zürich unterstützt und begleitet die Stadt Hauseigentümer*innen beim Umstieg auf erneuerbare Heizlösungen und bei energetischen Sanierungen. Neben einer kostenfreien Erstberatung durch städtische Mitarbeiter*innen werde seit 2009 das Energie-Coaching angeboten.

Diese vertiefende Beratung werde von unabhängigen, externen Fachleuten wahrgenommen, die von der Stadt Zürich mandatiert sind. Die Energie-Coachs beraten die Hauseigentümer*innen persönlich, vor Ort und in allen Phasen eines Bauprojekts.

Da die Nachfrage nach Beratungen stark zugenommen hat, beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat, die jährlichen Ausgaben für das Energie-Coaching von 970 000 Franken auf 2 Millionen Franken zu erhöhen.Das wachsende Bewusstsein für die Dringlichkeit des Klimaschutzes, die Sensibilisierung der Bevölkerung für die Versorgungssicherheit und die geänderten Rahmenbedingungen durch das revidierte kantonale Energiegesetz lassen den Bedarf nach Information und Beratung weiter ansteigen. Die Nachfrage nach Energie-Coachings habe bereits in den letzten eineinhalb Jahren stark zugenommen: von rund 180 Coachings im Jahr 2019 über knapp 220 Coachings im Jahr 2020 auf rund 580 Coachings im Jahr 2021. Für das Jahr 2022 werde mit etwa 730 Coachings gerechnet.

Der grösste Teil der jährlichen Kosten fällt für die Honorare der Energie-Coachs an.Gut die Hälfte der direkten Treibhausgasemissionen auf dem Stadtgebiet stammt aus der Wärmeversorgung der Gebäude. Verantwortlich für den hohen Anteil seien der energetische Zustand der Liegenschaften sowie über 20 000 Öl- und Gasheizungen, die noch in Betrieb seien und damit knapp 70 Prozent der Heizungen in der Stadt Zürich ausmachen (Stand 2021).

Rund 65 Prozent der Gebäude in der Stadt Zürich wurden vor 1960 erbaut, 30 Prozent sogar vor 1930. 17 Prozent stehen unter Denkmalschutz oder seien inventarisiert (Stand 2021). Letztere seien für einen Viertel der direkten Treibhausgasemissionen der Wärmeversorgung verantwortlich.Um den Wärmebedarf der Gebäude zu senken, habe der Gemeinderat am 2. März 2022 einen Objektkredit von 18,7 Millionen Franken für das neue Förderprogramm «Energetische Gebäudesanierung» beschlossen (GR Nummer 2021/361).

Der Stadtrat habe nun die Förderbedingungen sowie die Bemessung und Ausrichtung der Förderbeiträge verabschiedet. Die Pilotphase des Förderprogramms startet am 1. August 2022 und dauert bis Ende 2025.Die Kosten für energetische Gebäudesanierungen werden zu einem grossen Teil von privaten Hauseigentümer*innen selbst getragen.

Das Förderprogramm «Energetische Gebäudesanierung» richtet sich deshalb insbesondere an Private, sei spezifisch auf die städtischen Bedürfnisse ausgerichtet und ergänzt die bestehenden Förderungen gezielt. Finanzielle Unterstützung gibt es bei der Gebäudehüllensanierung, für die ein «GEAK Plus» (Gebäudeenergieausweis der Kantone mit Beratungsbericht) vorliegt und mit der eine Verbesserung um zwei oder mehr GEAK-Effizienzklassen erzielt wird.

Zusätzlich gibt es Fördergelder für die Sanierung von Fenstern und Fassaden an Inventar- und Schutzobjekten. «Mit der Förderung möchten wir Anreize schaffen, nicht nur Einzelmassnahmen umzusetzen, sondern Liegenschaften umfassender zu sanieren», sagt Hochbauvorsteher André Odermatt.

«Die Sozialverträglichkeit sei dabei ein wichtiges Kriterium. Die Förderbeiträge seien daher bei vermieteten Liegenschaften an zusätzliche Bedingungen geknüpft.» So dürfen infolge der geförderten Massnahmen etwa keine Leerkündigungen erfolgen und bei der Mietzinsfestsetzung seien die entrichteten Förderbeiträge zu berücksichtigen.Der Klimaschutz sei eine der zentralen globalen Herausforderungen.

Die Zürcher Stimmbevölkerung habe sich im Mai mit 75 Prozent klar für das Klimaziel Netto-Null 2040 ausgesprochen. Damit die Stadt Zürich die direkten Treibhausgasemissionen bis im Jahr 2040 so weit wie möglich reduzieren kann, müssen in der Wärmeversorgung fossile durch erneuerbare Energien ersetzt und der Energiebedarf der Gebäude um 20 Prozent gesenkt werden.

Um Letzteres zu erreichen, muss die Rate der energetischen Sanierungen von Liegenschaften um rund 50 Prozent gesteigert werden. «Ich bin zuversichtlich, dass wir mit den Förderprogrammen etwas bewegen können, und freue mich, wenn sich künftig noch mehr Hauseigentümer*innen für eine klimafreundliche Sanierung ihrer Liegenschaften entscheiden.

Nur gemeinsam können wir das Klimaziel erreichen», sagt Stadtrat Andreas Hauri, Vorsteher des Gesundheits- und Umweltdepartements. .

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