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Regional

Ausbau des Übersetzungs- und Dolmetscherdiensts in den Gesundheitsinstitutionen

2022-06-29 13:05:06
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Quelle: Stadt Zürich

Damit fremdsprachige Menschen bei gesundheitlichen Anliegen besser informiert und verstanden werden, startet die Stadt Zürich in den eigenen Gesundheitsbetrieben ein Pilotprojekt, wie die Stadt Zürich ausführt.

Für das vierjährige Projekt beantragt der Stadtrat beim Gemeinderat 2,4 Millionen Franken. In der Stadt Zürich nutzen rund 41 000 Personen in ihrem Umfeld weder Schweizerdeutsch noch Hochdeutsch und weitere rund 10 000 weder eine Landessprache noch Englisch.

Zusätzlich leben in Zürich geschätzt 10 000 Sans Papiers, die oft von sprachlichen Hindernissen betroffen sind. Besonders im Zusammenhang mit Krankheit und Spitalaufenthalt treten sprachliche und kulturelle Verständigungsschwierigkeiten häufig auf.

Das Pilotprojekt zur Finanzierung eines flächendeckenden, niederschwelligen, interkulturellen Übersetzungs- und Dolmetscherdienstes unterstützt die Kommunikation zwischen fremdsprachigen Patient*innen und dem Gesundheitspersonal, wie dies in einer Motion (GR Nr. 2019/287) gefordert wurde.Patient*innen müssen hinreichend verstanden und aufgeklärt werden, damit sie ihre Einwilligung für oder gegen eine medizinische Massnahme abgeben können. Mitarbeiter*innen der städtischen Gesundheitsinstitutionen nutzen je nach Alltagssituation und Sprachkompetenz sprachliche Vermittlungshilfen.

Im vierjährigen Pilotprojekt werden in den Gesundheitsinstitutionen praxistaugliche Grundlagen und Prozesse geschaffen, Mitarbeiter*innen geschult und während der Pilotphase die Dolmetscher*innenleistungen finanziert. Neben den klassischen professionellen interkulturellen Dolmetscher*innen sollen vermehrt neue digitale Übersetzungshilfen getestet werden.

Es gibt beispielsweise Situationen, wie bei einer Notfallbehandlung, in der die Zeit nicht reicht, eine*n professionelle*n interkulturelle*n Dolmetscher*in beizuziehen. Dann können neue digitale Übersetzungshilfen Abhilfe schaffen.

Auch dort, wo in Ausnahmefällen Laiendolmetscher*innen zum Einsatz kommen, solle die Situation verbessert werden, indem sie mittels Schulungen dazu befähigt werden.Durch die richtige Auswahl der Vermittlungshilfe minimiert sich das Risiko einer Über- oder Unterversorgung oder gar Falsch-Behandlung. Werden Patient*innen richtig informiert und verstanden, könne dies für das Gesundheitswesen zu Kosteneinsparungen führen.

Die Finanzierung für den Einsatz des professionellen Dolmetscherdiensts sei für die Pilotphase mit Start im Jahr 2023 gesichert..

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