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Regional

Stadt prüft möglichen Erwerb des Uetlihofs

2022-05-05 15:05:04
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Quelle: Stadt Zürich

Einen Ort für zahlreiche Arbeitsplätze und gleichzeitig eine grosse Baulandreserve für die Stadt Zürich sichern: Das sind die Gründe, weshalb der Stadtrat den Büro-Campus Uetlihof erwerben will, wie die Stadt Zürich schildert.

Um die für die Finanzierung nötigen Fremdmittel beschaffen zu können, beantragt er dem Gemeinderat einen Nachtragskredit von 1,2 Milliarden Franken. Anfang 2022 liess die Eigentümerin, eine ausländische Investorin, den Büro-Campus Uetlihof im Quartier Brunau zum Verkauf ausschreiben.

Die Stadt nimmt am vertraulichen Verkaufsprozess teil.Für die Stadt sei der Erwerb des Uetlihofs aus zwei Gründen von grossem Interesse. Zum einen lasse sich damit ein Ort für zahlreiche Arbeitsplätze langfristig sichern.

Stadtpräsidentin Corine Mauch: «Der Finanzplatz sei ein wichtiges Rückgrat der Stadtzürcher Wirtschaft, die Credit Suisse sei traditionell eine bedeutende Arbeitgeberin in unserer Stadt. Es liegt im Interesse der Stadt Zürich, dass sie dem Standort langfristig erhalten bleibt.» Das Mietverhältnis mit der Credit Suisse im Uetlihof sei für eine feste Mietvertragsdauer bis 2037 vereinbart und könne von der Credit Suisse bis zu 15 Jahre verlängert werden.

Zum anderen stellt das gut 55 000 Quadratmeter grosse, in einer fünfgeschossigen Wohnzone liegende Areal die zweitgrösste zusammenhängende Wohnbaulandparzelle in der Stadt Zürich dar. Die Gebäude können nach dem Auslaufen des Mietvertrags auch weiterhin als Bürokomplex oder als Bildungs- und Wohnstandort genutzt werden.

«Der Uetlihof sei damit eine wichtige Baulandreserve für die nächste oder übernächste Generation. Daher habe die Stadt ein hohes Interesse am Erwerb dieser Parzelle», wie der Finanzvorsteher Daniel Leupi betont.

«Zudem sei es im Interesse des Wirtschaftsstandorts Zürich, dass die Liegenschaft an eine in der Schweiz verankerte Investorin veräussert wird», wie Stadtrat Filippo Leutenegger weiter ausführt. Da der Uetlihof erst Anfang 2022 ausgeschrieben wurde, sei kein entsprechender Kredit budgetiert.

Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat deshalb einen Nachtragskredit in der Höhe von 1,2 Milliarden Franken für die Aufnahme von für den Erwerb notwendigen Fremdmitteln. Dieser Betrag entspreche nicht dem beabsichtigten Kaufangebot, sondern dem aktuellen Gebäudeversicherungswert der Liegenschaft.

Soweit erforderlich, werde der Stadtrat in eigener Kompetenz weitere Budgetmittel als dringlichen Nachtragskredit beschliessen und nachträglich zur Genehmigung vorlegen. Dieses Vorgehen ermöglicht dem Stadtrat, der Verkäuferin ein Angebot einzureichen, ohne gegenüber den Konkurrenten im Angebotsprozess benachteiligt zu werden.Angesichts der finanziellen Dimension dieses Immobiliengeschäfts sei es dem Stadtrat wichtig, die grundsätzliche Haltung des Parlaments vor dem Einreichen des definitiven Kaufangebots in Erfahrung zu bringen.

Er verzichtet deshalb, trotz des engen Terminplans des Bieterverfahrens, auf sein Recht, den Kredit dem Gemeinderat erst nachträglich vorzulegen. Das habe allerdings zur Folge, dass der vorberatenden Kommission und dem Gemeinderat nur wenige Sitzungen zur Behandlung des Geschäfts zur Verfügung stehen.Die beiden Gebäude Uetlihof 1 und 2 wurden zwischen 1976 und 1979 sowie 2012 erstellt, letzterer im Minergie-P-Eco-Standard; der Uetlihof 1 wurde in zwei Etappen 1984 und 1990 erweitert.

Die Credit Suisse beschäftigt in der Liegenschaft zurzeit rund 8500 Arbeitnehmende. Der jährliche Mietzins wirft einen Ertrag im mittleren zweistelligen Millionenbereich ab..

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