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Jugendkriminalität und Jugendgewalt nehmen erneut zu

2022-04-21 10:05:09
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Quelle: Kanton Zürich

Die Jugendkriminalität im Kanton Zürich ist erneut angestiegen, wie der Kanton Zürich ausführt.

Auch die Jugendgewalt habe zugenommen. Ein Rückblick auf die letzten fünf Jahre zeigt, dass der Anstieg neben Gewaltstraftaten insbesondere auch leichte und mittelschwere Delikte umfasst.

Die Jugendkriminalität habe 2021 im Kanton Zürich erneut zugenommen. Die fünf Jugendanwaltschaften des Kantons Zürich eröffneten im vergangenen Jahr gegen 5’961 Jugendliche (2020: 5’208) ein Strafverfahren.

Damit nahm die Zahl der beschuldigten Minderjährigen im Vergleich zum Vorjahr um 14,5 Prozent zu. Die Jugendgewalt stieg im vergangenen Jahr zum sechsten Mal in Folge an.

Insgesamt wurden 1’014 Jugendliche (2021: 914) beschuldigt, eine Gewaltstraftat begangen zu haben. Im Vergleich zum Vorjahr sei dies ein Plus von 10,9 Prozent.

Jugendgewalt habe viele Gesichter: Darunter fallen Tätlichkeiten wie eine Ohrfeige aber auch schwere Körperverletzungen mit bleibenden Schäden für das Opfer. Minderschwere Gewalt kommt bei Jugendlichen glücklicherweise deutlich häufiger vor.Im vergangenen Jahr erliessen die fünf Jugendanwaltschaften des Kantons Zürich 4’929 Strafbefehle (2020: 3’892), in 40 Fällen (36) erhoben sie Anklage bei den Jugendgerichten.

Sie sprachen 4’850 Strafen (3’994) aus, darunter 2’761 (1’913) Verweise, 927 (807) persönliche Leistungen, 922 (863) Bussen und 144 (146) Freiheitsentzüge. In sieben (sechs) Fällen sahen sie von einer Bestrafung ab.

Bei neun (31) zum Tatzeitpunkt volljährigen Personen ordneten die Jugendanwaltschaften und Gerichte 14 (51) Erwachsenenstrafen an. Die Jugendanwaltschaften haben sich im vergangenen Jahr dem Kampf gegen die Jugendgewalt verschrieben.

Um Kräfte zu bündeln, wurden minderschwere Delikte deshalb vermehrt schriftlich erledigt, was mit ein Grund für die markante Steigerung an Erledigungen um 26,6 Prozent ist.Am Stichtag 31. Dezember 2021 waren 32 (39) Jugendliche stationär untergebracht, 162 (174) Jugendliche befanden sich in einer ambulanten Schutzmassnahme. Insgesamt wurden im letzten Jahr 12 stationäre (13) sowie 77 ambulante (76) Schutzmassnahmen angeordnet.

Die Kosten für Schutzmassnahmen sanken von 19,9 Millionen auf 19,3 Millionen.Seit 2013 lasse sich ein kontinuierlicher Anstieg der Jugendkriminalität im Kanton Zürich beobachten. Die Zunahme betrifft nicht nur die Jugendgewalt, sondern zeigt sich auch bei den leichten und mittelschweren Delikten.

Alleine in den letzten fünf Jahren habe die Zahl der beschuldigten Minderjährigen um rund 25 Prozent zugenommen. Im Vergleich zu 2013 beträgt der Anstieg knapp 60 Prozent.

Ein Blick auf die letzten fünf Jahre zeigt: Die Zunahme umfasst einen grossen Teil der Straftatbestände. 2021 wurden beispielsweise 1`473 Jugendliche wegen Verstössen gegen das Personenbeförderungsgesetz verzeigt.

Das seien knapp 30 Prozent mehr als 2016. Deutlich zugenommen haben die Verzeigungen wegen Vermögensdelikten wie geringfügiger Diebstahl (2021: 639; 2016-2021: +51,1 Prozent), Diebstahl (2021: 490; 2016-2021: +40 Prozent), Sachbeschädigung (2021: 632; 2016-2021: +28,2 Prozent) oder Hausfriedensbruch (2021: 405; 2016-2021: +29 Prozent). Kontinuierlich abgenommen haben hingegen die Verzeigungen wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Sie haben sich in den letzten fünf Jahren halbiert (2021: 610; 2016-2021: -51,1 Prozent). Der Rückgang sei nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass der Besitz von geringfügigen Mengen an Cannabis bis 10 Gramm bei Jugendlichen seit dem Bundesgerichtsentscheid von 2019 nicht mehr strafrechtlich geahndet wird.

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