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Inschriften mit rassistischer Wirkung: Infotafeln angebracht, nächste Schritte eingeleitet

2021-11-26 11:05:05
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Quelle: Stadt Zürich

Zwei städtische Liegenschaften in der Altstadt tragen Inschriften mit rassistischer Wirkung, wie die Stadt Zürich berichtet.

Infotafeln informieren jetzt vor Ort über den Grund, wieso die Stadt die Inschriften abdecken will. Ein Baugesuch für die Abdeckung wurde eingereicht.

Für eine Ergänzung der historischen Kontextualisierung vergibt die Stadt einen Forschungsauftrag. Zwei städtische Liegenschaften in der Altstadt – am Neumarkt 13 und an der Niederdorfstrasse 29 – tragen Inschriften mit dem Wort «Mohr» (im Folgenden: «M-Wort»).

Das Wort habe eine rassistische Wirkung. Im April 2021 habe der Stadtrat entschieden, dass er die beiden Inschriften entfernen will (Medienmitteilung vom 8. April 2021).Nach Prüfung verschiedener Varianten plant die Stadt, die beiden Inschriften abdecken zu lassen.

So seien die diskriminierenden Zeichen nicht mehr sichtbar, die historische Substanz bleibt aber erhalten. Um eine kritische Auseinandersetzung mit der Thematik zu ermöglichen und den Grund für die anstehende Abdeckung zu erklären, habe die Stadt vor Ort Infotafeln angebracht.

Ein QR-Code führt auf eine Webseite mit weiterführenden Informationen (stadt-zuerich.ch/rassismus-im-stadtbild).Die beiden Liegenschaften liegen in der Kernzone Altstadt und befinden sich im kommunalen Inventar der kunst- und kulturhistorischen Schutzobjekte. Deshalb sei die Abdeckung baubewilligungspflichtig.

Das Baugesuch werde am kommenden Mittwoch, 1. Dezember, veröffentlicht.Der Stadtrat stützte seinen Entscheid auf die heutige, diskriminierende Wirkung des M-Worts. Um aber die Geschichte der Inschriften genauer zu beleuchten, vergibt die Stadt einen Forschungsauftrag.

Der Bericht solle Antworten darauf liefern, wann und wie die Häuser zu ihren Namen und Inschriften gekommen seien und wie sich die Bedeutung des M-Worts über die Zeit gewandelt hat.Auch über die Zeichen im öffentlichen Raum hinaus befasst sich die Stadt Zürich verstärkt mit ihrer kolonialen Vergangenheit und deren Auswirkungen bis in die Gegenwart. Sie bietet Hand für eine vertiefte Auseinandersetzung mit diesem Aspekt der Stadtgeschichte, der in der breiten Öffentlichkeit bisher eher wenig Beachtung fand.

Dazu seien verschiedene Massnahmen geplant, zum Beispiel eine Ausstellung im Stadthaus. Mehr Informationen finden sich auf der Webseite stadt-zuerich.ch/koloniales-erbe..

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