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Klimaschutz: Zwei neue Förderprogramme für Netto-Null

2021-09-27 14:05:28
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Quelle: Stadt Zürich

Zwei neue Förderprogramme sollen die Treibhausgasemissionen auf dem Stadtgebiet massiv senken, wie die Stadt Zürich schreibt.

Der Stadtrat beschleunigt den Ersatz von fossilen Heizungen und die Sanierung von Gebäuden und beantragt dem Gemeinderat zwei Objektkredite für die Schaffung neuer Fördermassnahmen. Das sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu Netto-Null.

In der Stadt Zürich stammen rund 50 Prozent der direkten Treibhausgasemissionen aus dem Gebäudebereich. Verantwortlich für den hohen Anteil seien insbesondere die zu 70 Prozent mit fossilen Brennstoffen bereitgestellte Wärmeversorgung sowie der energetische Zustand des Gebäudebestands.

Um Netto-Null zu erreichen, müssen die fossil betriebenen Heizungen durch erneuerbare Wärmelösungen ersetzt und der Energiebedarf der Gebäude gesenkt werden.Mit dem Beschluss vom 21. April 2021 schlägt der Stadtrat ein neues Klimaziel Netto-Null 2040 vor (STRB Nummer 381/2021). Nun habe der Stadtrat konkrete Umsetzungsmassnahmen beschlossen, um Netto-Null zu erreichen.

Er beantragt dem Gemeinderat einen Objektkredit von 18,5 Millionen Franken für neue Fördermassnahmen «Heizungsersatz» (Pilotphase von 3 Jahren) sowie einen Objektkredit von 18,7 Millionen Franken für die Schaffung eines neuen städtischen Förderprogramms «Energetische Gebäudesanierungen» (Pilotphase 4 Jahre).Auf Stadtgebiet befinden sich 21 300 fossile Heizungen. Damit die Stadt die Klimaneutralität erreichen kann, müssen diese durch nachhaltige Lösungen ersetzt werden.

Zurzeit werden immer noch 70 bis 80 Prozent der fossilen Heizsysteme wieder durch fossile Lösungen ersetzt. Neben dem Ausbau der Beratungs- und Informationsangebote, der Optimierung des Bewilligungsverfahrens von Heizungsanlagen, der Vereinfachung der bestehenden Fördermechanismen sowie dem Ausbau thermischer Netze werden nun auch die finanziellen Anreize verstärkt.Beantragt werden deshalb vier Fördermassnahmen, welche die bestehende städtische und kantonale Förderung verstärken.

Sie zielen auf die Ergänzung der 2000-Watt-Beiträge ab, schaffen Anreize für den vorzeitigen Ersatz noch nicht amortisierter fossiler Heizungen (Restwertenschädigung), sehen Beiträge für Installateurinnen und Planer vor sowie die Unterstützung bei der Optimierung bestehender Heizungen.Das zweite Förderprogramm zielt auf die Senkung des Wärmebedarfs und damit auf die Sanierungsrate von Liegenschaften ab. 65 Prozent der Gebäude in der Stadt Zürich wurden vor 1960 gebaut, 30 Prozent sogar vor 1930. 17 Prozent stehen unter Denkmalschutz oder seien inventarisiert.

Sie seien für ein Viertel der direkten Treibhausgasemissionen der Wärmeversorgung verantwortlich.Die Kosten für energetische Gebäudesanierungen müssen zu einem grossen Teil von den privaten Hauseigentümerschaften getragen werden. Die Stadt plant deshalb in Ergänzung zur kantonalen Förderung ein neues Förderprogramm, das spezifisch auf die städtischen Bedürfnisse ausgerichtet wird.

Unterstützt werden einerseits energetische Gesamtsanierungen von Gebäuden und andererseits die energetische Sanierung von Fenstern und Fassaden an Inventar- und Schutzobjekten. Ziel sei eine Verdoppelung der Sanierungsrate bis 2040. «Die Investitionen, die für Netto-Null nötig sind, dürfen nicht zu Leerkündigungen und zu anschliessend massiv höheren Mieten führen.

Genau darum seien diese Förderbeiträge zentral», so Hochbauvorsteher André Odermatt.«Die neuen Förderprogramme seien ein wichtiger Schritt in Richtung Netto-Null. Die Stadt Zürich macht vorwärts.

Trotzdem seien wir auch auf gute kantonalen Rahmenbedingungen angewiesen. Das revidierte kantonale Energiegesetz schafft Verbindlichkeit und beschleunigt deshalb unseren Weg in die Klimaneutralität», sagt Stadtrat Andreas Hauri, Vorsteher des Gesundheits- und Umweltdepartements.Stimmt der Gemeinderat den Objektkrediten zu, starten die Förderproramme voraussichtlich im Frühling 2022. Die Vorlage zum Heizungsersatz sei die Antwort auf die dringliche Motion  «Fonds für die Förderung des Umstiegs von Öl- und Gasheizungen auf eine CO₂-freie Wärmeproduktion Forderung Ersatz aller Heizungen bis 2030» (GR Nummer 2019/211). .

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