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«Einst und Jetzt»: Funde aus Pfahlbausiedlungen und die Rettung des Saffa-Pavillons

  • «Einst und Jetzt»: Funde aus Pfahlbausiedlungen und die Rettung des Saffa-Pavillons
    «Einst und Jetzt»: Funde aus Pfahlbausiedlungen und die Rettung des Saffa-Pavillons (Bild: Kanton Zürich)
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    «Einst und Jetzt»: Funde aus Pfahlbausiedlungen und die Rettung des Saffa-Pavillons (Bild: Kanton Zürich)
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    «Einst und Jetzt»: Funde aus Pfahlbausiedlungen und die Rettung des Saffa-Pavillons (Bild: Kanton Zürich)
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    «Einst und Jetzt»: Funde aus Pfahlbausiedlungen und die Rettung des Saffa-Pavillons (Bild: Kanton Zürich)
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    «Einst und Jetzt»: Funde aus Pfahlbausiedlungen und die Rettung des Saffa-Pavillons (Bild: Kanton Zürich)
2021-09-22 11:05:32
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Quelle: Kanton Zürich

Schmuck, Gefässe und Werkzeuge aus Pfahlbausiedlungen faszinieren Museumsbesucher genauso wie Archäologinnen, wie der Kanton Zürich schreibt.

«Einst und Jetzt», die Zeitschrift für Archäologie und Kulturgeschichte im Kanton Zürich, rückt sie aus Anlass des Jubiläums «10 Jahre Weltkulturerbe Pfahlbauten um die Alpen» ins Licht. Ebenso berichtet das Heft von der glücklichen Rettung des Pavillons, den Architektin Berta Rahm für die Saffa 1958 entwarf.

«Horgen-Scheller» – Archäologinnen und Archäologen sei die Fundstelle ein Begriff. Sie gab einer ganzen Epoche ihren Namen, der Zeitabschnitt von 3300 bis 2800 vor Christus heisst Horgener Kultur.

Grosse, eher schwerfällige Keramikgefässe mit einer Lochverzierung unter dem Rand seien typische Funde aus Pfahlbausiedlungen dieser Zeit. Vor 10 Jahren nahm die UNESCO 111 Fundstellen von Pfahlbauten rund um die Alpen ins Weltkulturerbe auf. Horgen-Scheller zählt dazu und sechs weitere im Kanton Zürich, an den Ufern von Zürich-, Greifen- und Pfäffikersee, mal im Wasser, mal in den flachen angrenzenden Zonen.

Es handelt sich um die umfassendsten Bodenarchive aus der Stein- und Bronzezeit. Reich bestückt mit Fundgegenständen und aufschlussreichen Strukturen seien sie zugleich Informationsquelle für die Wissenschaft und Spiegel der Menschheitsgeschichte.Tausende von archäologischen Funden lagern in der Sammlung der Kantonsarchäologie, einige fanden den Weg ins Landesmuseum oder machten Tournee an international renommierten Ausstellungen.

Entwurzelt seien sie alle, dem Boden entnommen, in den sie vor 5000 Jahren gelangten. Fotograf Martin Bachmann nahm das UNESCO-Jubiläum zum Anlass, Begegnungen zwischen diesen Objekten und den Fundorten zu inszenieren: ein Horgener Topf beim Bootshafen Scheller, ein Beil beim Strandbad Feldbach in Hombrechtikon, Äpfel im Robenhauser Riet bei Wetzikon.1958 präsentierten Frauen an der Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit Saffa ihr Können und ihre Fähigkeiten in Beruf, Staat und Familie.

Sie sollten die Männer dazu bringen, im darauffolgenden Jahr ein überzeugtes Ja zum Frauenstimmrecht in die Urne zu legen. Das Ansinnen scheiterte, ihre nachhaltige Wirkung verfehlte die Saffa dennoch nicht.

Mit stilistisch und konstruktiv hervorragenden Ausstellungspavillons machten Architektinnen auf sich aufmerksam. Eine davon war die Schaffhauserin Berta Rahm.

Sie vollendete und erweiterte einen Pavillon des Mailänder Architekten Carlo Pagani. Nach der Saffa vermittelte sie den Verkauf an die Unternehmerin Erica Hauser, die in Gossau im Zürcher Oberland eine Pilzzucht betrieb.

Der Pavillon diente fortan als Demonstrationsküche und Aufenthaltsraum, später als Lager.2020 erfuhr die Denkmalpflege in letzter Minute vom bevorstehenden Abbruch des Pavillons. Ein engagiertes Netzwerk von Architektinnen und Historikerinnen setzte alle Hebel in Bewegung, um ihn zu retten.

In Windeseile trugen sie Spenden und Knowhow zusammen, dokumentierten und zerlegten den Pavillon fachgerecht und lagerten ihn ein. Der seltene Zeuge der Saffa und des Schaffens der Schweizer Architektinnen wartet nun auf einen geeigneten Standort für den Wiederaufbau. Seit 1976 fördert der Uetliberg-Verein die Pflege und Erhaltung des Wandergebiets über der Stadt Zürich.

1977 gründete er die Stiftung für die Erforschung des Uetlibergs, aus der 2001 die Stiftung für Archäologie und Kulturgeschichte im Kanton Zürich STARCH hervorging. Sie kümmert sich darum, dass nicht nur die Fachwelt, sondern auch die Zürcher Bevölkerung von prächtig restaurierten Denkmalschutzobjekten, aufschlussreichen Ausgrabungen und wertvollen Funden erfährt.

Ihre Archäologiekoffer begeistern Tausende Schülerinnen und Schüler und in «Einst und Jetzt» zeigt die STARCH in Zusammenarbeit mit Archäologie und Denkmalpflege des Kantons Zürich jedes Jahr Highlights aus der Arbeit für das kulturelle Erbe. Bestellen auf www.starch-zh.ch. Pro Heft Fr. 15.−.

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Feldbach «Einst Jetzt»: Funde Pfahlbausiedlungen Rettung Saffa-Pavillons



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