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Regulierter Cannabisverkauf: Die Zürcher Studie

2021-09-14 10:05:33
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Quelle: Stadt Zürich

Nachdem die rechtlichen Grundlagen vorliegen, startet die Stadt Zürich zusammen mit der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich das Pilotprojekt «Züri Can – Cannabis mit Verantwortung», wie die Stadt Zürich schreibt.

Im Rahmen einer dreieinhalbjährigen Studie werden die Auswirkungen des regulierten Cannabiskonsums erforscht. Die Cannabis-Studie solle Grundlagen für eine zweckmässige Cannabisgesetzgebung auf Bundesebene liefern.

Seit Jahren engagieren sich die Stadt Zürich und die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich für einen sachlichen und möglichst risikoarmen Umgang mit dem Cannabiskonsum. Mitte Mai 2021 traten Änderungen des Betäubungsmittelgesetzes in Kraft, die Pilotversuche zum regulierten Cannabisverkauf ermöglichen.

Auf dieser gesetzlichen Grundlage will die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich in Zusammenarbeit mit der Stadt Zürich Modelle des regulierten Bezugs von Cannabis und dessen Auswirkungen auf die Gesundheit und das Konsumverhalten der Konsumierenden erforschen. Das Ziel der Zürcher Studie sei es, relevante Erkenntnisse zum bestmöglichen Umgang mit Cannabis zu liefern.

Die Studie solle der Förderung der öffentlichen Gesundheit, der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und der Unterstützung des Jugendschutzes dienen. Zudem solle die Studie Grundlagen für eine zukunftsorientierte Cannabis-Gesetzgebung auf Bundesebene liefern.Die Zürcher Cannabis-Studie «Züri Can – Cannabis mit Verantwortung» solle zeigen, welche Auswirkungen der Verkauf von standardisierten und geprüften Cannabisprodukten bei zugelassenen Bezugsstellen mit Gesundheits- und Präventionskonzepten auf die Cannabiskonsumentinnen und -konsumenten hat.

Im Rahmen der Studie werden Rahmenbedingungen geschaffen, die einen verantwortungsvollen Umgang mit Cannabis auf allen Ebenen – Produktion, Prävention und Konsum – fördern. Die Studienteilnehmenden werden ihr Studiencannabis über Apotheken und Social Clubs beziehen können. Verschieden ausgestaltete Bezugsmöglichkeiten erlauben wertvolle Rückschlüsse auf die unterschiedlichen Konsumentengruppen.

Den Bezugsstellen solle ein grosser Gestaltungsspielraum belassen werden, so dass möglichst realitätsnahe Formen des regulierten Zugangs zu Cannabis erforscht werden können. Die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich untersucht, über welche Verkaufsstellen das langfristige Ziel der Förderung der öffentlichen und individuellen Gesundheit und Sicherheit erreicht werden kann.

Bei allen Bezugsstellen werde Wert auf eine persönliche und gesundheitsfördernde Beratung und ein Eingehen auf individuelle Bedürfnisse gelegt. Es sei immer das Ziel, die gesundheitlichen Risiken für Konsumierende möglichst gering zu halten.

Zudem steht den Teilnehmenden jederzeit ein kostenloser Zugang zu einer Studienärztin oder -arzt zur Verfügung.Die Produzenten des Studiencannabis müssen über eine Produktionsbewilligung des Bundesamts für Gesundheit verfügen. Es werde nur Cannabis produziert, das hohen Qualitätsstandards genügt.

Angestrebt werden Bioqualität und einheimische Produktion. In der Studie werden verschiedene Cannabisprodukte angeboten, die einen jeweils unterschiedlichen THC-/CBD-Gehalt aufweisen.

Dies ermöglicht es, während der Studiendauer auf risikoärmere Produkte umzusteigen. Die Teilnehmenden können so gesundheitsbewusster und verantwortungsvoller Cannabis konsumieren, weil die Inhaltsstoffe der Produkte von einwandfreier Qualität seien und transparent ausgewiesen werden.

Um die gesundheitliche und soziale Situation und deren Entwicklungen zu erfassen, werden die Teilnehmenden in regelmässigen Abständen befragt.Die Studienleitung sucht nun interessierte Apotheken und Interessierte, welche einen Social Club gründen und betreiben möchten. Diese können sich bis Ende Jahr bei der Studienleitung melden und sich für eine Teilnahme als Bezugsstelle bewerben (stadt-zuerich.ch/cannabisprojekt).

Voraussichtlich ab Herbst 2022 werde dann Cannabis für Studienteilnehmende verfügbar sein. .

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