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Masterplan HB/Central: Erste Visionen liegen vor

2021-06-04 15:05:33
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Quelle: Stadt Zürich

Mit dem «Masterplan HB/Central 2050» entwickelt die Stadt Zürich ein Zukunftsbild für verkehrliche und stadträumliche Planungen im Gebiet um den Hauptbahnhof und das Central, wie die Stadt Zürich schildert.

Die Ergebnisse der ersten Stufe der Testplanung liegen vor. Ausgelöst durch die Motion Nummer 2014/308 des Gemeinderats habe das Tiefbauamt in Zusammenarbeit mit dem Amt für Städtebau, den Verkehrsbetrieben der Stadt Zürich sowie der Dienstabteilung Verkehr im Juli 2020 ein Testplanungsverfahren gestartet, um ein Zukunftsbild für den öffentlichen Raum rund um den Hauptbahnhof und für das Central zu entwickeln. In der ersten Stufe der Testplanung erarbeiteten vier interdisziplinäre Planungsteams verschiedene Zukunftsbilder für eine mögliche stadträumliche und verkehrliche Entwicklung des Gebiets um den Hauptbahnhof.

Diese Visionen stellten sie an einer virtuellen Echoveranstaltung Ende Mai 2021 betroffenen Grundeigentümerinnen und -eigentümern, Quartier- und Gewerbevereinen, Verkehrs- und Fachverbänden und Vertreterinnen und Vertreter der gemeinderätlichen Spezialkommission Sicherheit und Verkehr vor. An der Echoveranstaltung nahmen ausserdem Studierende der Universität Zürich teil, die die Nutzungen, Bedürfnisse und Wünsche von nicht organisierten Nutzergruppen erforschen wie Jugendlichen, Arbeitenden im Shopville, Menschen am Rande der Gesellschaft und sowie Menschen mit eingeschränkter Mobilität.Die Planungsteams betrachteten das Gebiet aus städtebaulichen, stadträumlichen, sozialräumlichen, verkehrlichen und klimatischen Perspektiven.

Sie schufen Zukunftsbilder, die den vom Motorfahrzeugverkehr dominierten öffentlichen Raum neu verteilen und eine Qualität schaffen, die dem Hauptbahnhof als «Entrée» von Zürich gerecht wird. Gleichzeitig sollen sie die Ansprüche der wachsenden Stadt und die steigenden Personenaufkommen bewältigen.

Die Teams durchdachten Möglichkeiten, die Verkehrsströme zu optimieren, die Dominanz des Autoverkehrs zu reduzieren und die Tram- und Bushaltestellen neu und hindernisfrei anzuordnen. In ihren Zukunftsbildern räumten sie Fussgängerinnen und Fussgängern mehr Platz ein als heute, schufen attraktive Orte für Begegnung und Aufenthalt und machten die Flussräume der Sihl und Limmat erlebbarer.

Laut Stadtrat Richard Wolff war die Aufgabe «titanisch»: «Die Planungsteams hatten die Aufgabe eine Utopie auszuarbeiten, die realisiert werden kann.»Zukunftsbilder mit mehr Grün, Ansätze zur Hitzeminderung und die Erschliessung der Flussräume fanden in der Echogruppe grosse Zustimmung. Auch bestand ein breiter Konsens darin, den Durchgangsverkehr im Bahnhofsbereich zu vermeiden.

Davon profitierten Fussgängerinnen, Velofahrer, der öffentliche Verkehr, Taxifahrerinnen wie auch die Warenanlieferung für das Gewerbe. Die Lösungsvorschläge der Teams, wie der Verkehr reduziert, beziehungsweise wohin er verlagert wird, war für einige Teilnehmende noch zu wenig überzeugend dargelegt.

Diese Frage werde die Knacknuss der zweiten Stufe der Testplanung sein.Das Verfahren der Testplanung eignet sich dafür, verschiedene Ideen und Ansätze unter Einbezug sehr vieler Beteiligter auszuloten. Die tragfähigsten Lösungen werden in der zweiten Stufe der Testplanung vertieft.

Im Sommer 2021 entscheidet der stadträtliche Aufsichtsausschuss auf Basis der Empfehlung eines Beurteilungsgremiums, welche zwei Planungsteams für die zweite Stufe der Testplanung eingeladen werden. Darauf aufbauend werde bis voraussichtlich Mitte 2023 ein Masterplan erarbeitet.

Der Masterplan sei die strategische Grundlage für weitere verkehrliche und stadträumliche Planungen und konkrete Bauprojekte im Gebiet um den Hauptbahnhof und das Central.Für das Papierwerd-Areal werde unter der Federführung des Amts für Städtebau ein separater Strategieprozess mit einem Dialogverfahren ab 2022 vorbereitet. Die Erkenntnisse aus der Testplanung HB/Central zu diesem Teilraum fliessen in den Strategieprozess Papierwerd-Areal ein.

Die Ideen aus der Testplanung HB/Central für das Papierwerd-Areal seien beispielhafte Vorschläge, die keine Vorwegnahme für den Strategieprozess darstellen..

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