Logo myzuri.ch

Vermischtes

VIER PFOTEN fordert WHO Mitgliedsstaaten auf, zukünftige Pandemien zu verhindern

2021-05-21 10:10:07
newsbot by content-proivder.ch GmbH
Quelle: Tierschutzorganisation Vier Pfoten

Zürich, 21. Mai 2021 – Zwischen dem 24. Mai und 1. Juni 2021 treten die Regierungsvertreter virtuell bei der jährlichen Weltgesundheitsversammlung (WHA) – das wichtigste Entscheidungsorgan der Weltgesundheitsorganisation (WHO) – zusammen, wie die Tierschutzorganisation Vier Pfoten schildert.

Die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN sieht in der Versammlung die historische Chance für die Entwicklung eines Abkommens zur Prävention von zukünftigen Pandemien. Mit Briefen an die Staatsoberhäupter und Gesundheitsminister fordert VIER PFOTEN im Vorfeld der Weltgesundheitsversammlung die Mitgliedsstaaten auf, sich für das Abkommen einzusetzen.

Für die Entwicklung eines Pandemie-Abkommens haben sich bereits über 30 der 194 WHO-Mitglieder ausgesprochen, darunter Deutschland, Südafrika, Japan, Thailand, Frankreich, Kanada und das Vereinigte Königreich. Sollte im Rahmen der Weltgesundheitsversammlung mehrheitlich für das Abkommen gestimmt werden, werde das WHO-Sekretariat damit beauftragt, dieses zu verfassen.

Die Vereinbarung werde voraussichtlich Massnahmen zur Prävention, Erkennung und Bekämpfung von Pandemien enthalten. Obwohl die WHO-Mitgliedsstaaten eine endgültige Einigung über das Abkommen schon Anfang 2022 erzielen könnten, sei es aber nur dann verbindlich, wenn die einzelnen Mitgliedsstaaten es auch auf nationaler Ebene ratifizieren.

«Mit einem globalen Abkommen werde nicht nur eine bessere internationale Koordination gewährleistet, sondern auch ein System eingerichtet, das künftige Pandemien verhindert und nicht nur darauf reagiert. Die Mitgliedsstaaten der WHO müssen diese historische Chance nutzen, um die Zukunft unseres Planeten nachhaltig zu verändern.

Das Abkommen darf aber kein Alleingang der WHO sein. Um die Schlagkraft des Abkommens zu erhöhen, müssen auch Organisationen wie die FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen), OIE (Weltorganisation für Tiergesundheit) und UNEP (Umweltprogramm der Vereinten Nationen) in die Entwicklung involviert sein», sagt Nina Jamal, Kampagnenverantwortliche für Pandemien bei VIER PFOTEN.

VIER PFOTEN sei besorgt, dass Entscheidungsträger Tierschutz nicht als integralen Bestandteil in der Pandemieprävention betrachten. Der weithin bekannte «One Health»-Ansatz erkennt zwar an, dass die menschliche Gesundheit mit der Gesundheit von Tieren und der Umwelt verbunden ist, berücksichtigt aber nicht deren Wohlergehen.

Deshalb fordert VIER PFOTEN die Regierungen auf, das ergänzende «One Welfar»-Konzept anzuwenden, das auch von der WHO, FAO und OIE unterstützt wird. Dieses Konzept erkennt die Wechselbeziehung zwischen menschlichem Wohlergehen und dem Wohlergehen von Tieren und der Natur an.

Ein Ungleichgewicht in dieser Beziehung sei oft Ursprung und Treiber von Ausbrüchen zoonotischer Krankheiten, wie die aktuelle COVID-19-Pandemie zeigt. «Solange wir Menschen Tiere leiden lassen, werden auch wir leiden – so einfach sei das.

Das Pandemie-Abkommen muss Massnahmen enthalten, die die Ursachen von Pandemien bekämpfen. Konkrete Schritte, die zukünftige Pandemien verhindern können, seien ein Verbot von Lebendtiermärkten und Pelzfarmen sowie ein Ende des kommerziellen Wildtierhandels und der Intensivtierhaltung.

Diese Massnahmen seien nicht nur moralische Überlegungen, sondern auch eine reine Kosten-Nutzen-Rechnung. Es sei erwiesen, dass die Prävention von Pandemien nur einen Bruchteil der Bekämpfung, wie beispielsweise mehrmonatige Lockdowns, kostet», so Jamal.

Bislang habe die Vernachlässigung von Tier- und Umweltschutz auf Kosten des globalen Wachstums zu einem gefährlichen Ungleichgewicht geführt. Laut Angaben eines Berichts des UNEP aus dem Jahr 2020 haben 75 Prozent der neu auftretenden Infektionskrankheiten ihren Ursprung in Tieren, seien also zoonotisch.

Internationale Experten gehen davon aus, dass das neuartige Coronavirus ebenfalls von Wildtieren stammt und über einen tierischen Zwischenwirt, möglicherweise auf einem Lebendtiermarkt in Wuhan, China, auf den Menschen übergesprungen ist. Zusätzlich seien der Klimawandel und die Zerstörung von Lebensräumen weitere Treiber für die Entstehung von Zoonosen.

VIER PFOTEN startete am 20. Mai eine Kampagne, um Entscheidungsträger aufzufordern, Tierschutzmassnahmen zu verschärfen, um zoonotische Pandemien zukünftig zu verhindern: https://www.vier-pfoten.ch/helfen/one-welfare VIER PFOTEN sei die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen.

Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz- und Wildtiere – wie Bären, Grosskatzen, Orang-Utans und Elefanten – aus nicht artgemässer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Grossbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in zwölf Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen.

In der Schweiz sei die Tierschutzstiftung ein Kooperationspartner vom Arosa Bärenland, dem ersten Bärenschutzzentrum, welches geretteten Bären aus schlechten Haltungsbedingungen ein artgemässes Zuhause gibt. www.vier-pfoten.ch Fotos dürfen kostenfrei verwendet werden.

Sie dürfen nur für die Berichterstattung über diese Medienmitteilung genutzt werden. Für diese Berichterstattung werde eine einfache (nicht-ausschliessliche, nicht übertragbare) und nicht abtretbare Lizenz gewährt.

Eine künftige Wiederverwendung der Fotos sei nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung von VIER PFOTEN gestattet. Es kommt österreichisches Recht ohne seine Verweisnormen zur Anwendung, Gerichtsstand sei Wien.

.

Suche nach Stichworten:

Arosa PFOTEN WHO Mitgliedsstaaten auf, zukünftige Pandemien



Top News


» Bülach: Verkehrsunfall fordert verletzten Velofahrer


» Bachenbülach: Kollision zwischen vier Fahrzeugen fordert Schwerverletzten


» Vereidigung bei der Stadtpolizei Zürich


» Budget 2023 der Stadt Zürich mit Minus


» Vereidigung bei der Stadtpolizei Zürich

Newsletter

Jeden Tag um 14.00 Uhr die neusten Meldungen aus Stadt und Katnon Zürich in Ihrem elektronischen Postfach.


Mit myzuri.ch verbinden