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Die Limmat soll von der Zürcher Stadtgrenze bis unterhalb des Klosters Fahr mehr Raum erhalten. Ziel ist die Umgestaltung des Fl...

2021-04-14 11:05:27
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Quelle: Kanton Zürich

Die Limmat soll von der Zürcher Stadtgrenze bis unterhalb des Klosters Fahr mehr Raum erhalten, wie der Kanton Zürich ausführt.

Ziel sei die Umgestaltung des Flussraums in eine naturnahe Flusslandschaft. Dort solle ein vielfältiger Erholungsraum für den Menschen und neuer Lebensraum für eine reiche Auenflora und -fauna entstehen.

Durch die Aufweitung des Flussraums verbessert sich gleichzeitig der Schutz vor Hochwasser für das dicht besiedelte Limmattal. Ein Vorprojekt solle das Vorhaben nun konkretisieren.

Nach gut einem Jahrhundert begradigter Limmat habe der Kanton Zürich zusammen mit den Standortgemeinden Zürich, Oberengstringen, Unterengstringen und Schlieren sowie dem Kloster Fahr darum ein neues, pionierhaftes Vorhaben initiiert. Auf dem 3,2 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Autobahnbrücke an der Stadtgrenze von Zürich und der Brücke der Überlandstrasse an der Grenze zu Dietikon solle die Limmat aus ihrem starren Korsett befreit werden und einen Teil des Raums zurückerhalten, der ihr einst genommen wurde.

Dort solle wieder eine naturnahe Flusslandschaft entstehen, die sich durch die wechselnden Wasserstände dynamisch verändert.Der aufgeweitete, abwechslungsreiche Flussraum wird, inmitten des dicht besiedelten und weiterhin stark wachsenden Agglomerationsraums, zur grünen Oase für Erholungssuchende. Zugänge zum Wasser machen den Flussraum unmittelbar erlebbar.

Sie laden zum Verweilen, Spielen und Baden ein. Der naturnah gestaltete Flussraum gibt der Limmattallandschaft neue Impulse und wertet sie nachhaltig auf.Das Projekt schafft aber auch neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen, die in und an Flüssen heimisch sind.

Am natürlichen, über weite Strecken unbefestigten und kiesigen Ufer, auf Kiesinseln und im Fluss selbst werden sich zahlreiche Fische, Vögel, Amphibien und Pionierpflanzen wieder heimisch fühlen. Es solle ein vielfältiger und artenreicher Naturraum entstehen, den jedes Hochwasser neuerlich formt, wie es für Auengebiete charakteristisch ist.Innerhalb neuer Schutzdämme bietet der aufgeweitete Flussraum den Wassermassen mehr Platz.

Der Siedlungsraum werde damit wirksam vor Überschwemmungen geschützt. Menschen und Sachwerte entlang des Limmatabschnitts seien dann selbst vor einem Hochwasser sicher, das statistisch gesehen nur alle dreihundert Jahre zu befürchten ist.

Angesichts des beträchtlichen Schadenpotenzials in der hoch entwickelten, dicht besiedelten und intensiv genutzten Agglomeration und der absehbaren, weiteren Siedlungsentwicklung sei dieser hohe Schutzgrad angezeigt.Das Jahr 2021 steht ganz im Zeichen der Erarbeitung eines Vorprojekts durch das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL). Es werde dem Vorhaben konkretere Formen geben.

Unterstützt werde der Prozess von einer Begleitgruppe, in der die Standortgemeinden, verschiedene Interessengruppen sowie weitere kantonalen Fachstellen vertreten sind. Die öffentliche Präsentation des Vorprojekts sei für das Jahr 2022 vorgesehen.

Die Umsetzung des Projekts dürfte einst rund drei Jahre in Anspruch nehmen. Der genaue Umsetzungszeitraum sei noch nicht festgelegt..

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