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Die neuste Ausgabe der Zürcher Umweltpraxis und Raumentwicklung (ZUP) widmet sich innovativen Ansätzen, um CO2 aus der Atmosphär...


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2021-04-09 12:05:25
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Quelle: Kanton Zürich

Damit das international anerkannte Klimaziel «Netto-Null» erreicht werden kann, braucht es innovative Ansätze, um CO₂ aus der Atmosphäre zu entfernen – sogenannte Negativ-Emissions-Technologien, wie der Kanton Zürich ausführt.

Damit könnte im optimistischen Fall im Kanton Zürich rund eine Million Tonnen CO₂ pro Jahr zurückgewonnen werden. Das grösste Potenzial dazu bietet die CO₂-Abscheidung bei Anlagen der Abfallverwertung und der Produktion von Biomasse-Energie, welche im Bereich der Fernwärme und Stromproduktion eingesetzt werden.

Aber auch in der Forstwirtschaft liegt ein grosses Potenzial, um den CO₂-Ausstoss zu kompensieren: Mit Holz als Bau- und Werkstoff werde das darin gebundene CO₂ über Jahrzehnte aus dem Kohlenstoffkreislauf entfernt. Ein Grund mehr dieses moderne, vielseitig verwendbare Baumaterial vermehrt einzusetzen.

Mehr dazu sei in der neusten Ausgabe der Zürcher Umweltpraxis und Raumentwicklung (ZUP) nachzulesen. Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

 ... zum Ausbauasphalt.

Kolumne von Regierungsrat Martin Neukom. Um «Netto-Null» zu erreichen, genügt es nicht, die Emissionen zu reduzieren. CO2 muss auch aktiv aus der Atmosphäre entfernt werden – beispielsweise durch Negativ-Emissions-Technologien (NET).

Bei NET werde CO2 eingefangen und möglichst dauerhaft und sicher gespeichert. Ein Bericht zeigt auf, welche NET für den Kanton Zürich relevant sein könnten.

Verfahren zur CO2-Abscheidung sowie die geologische Speicherung von CO2 sind schon seit mehreren Jahren bekannt. Erste Anwendungen für thermische Kehricht­verwertungs­anlagen finden international bereits statt.

Erstes Projekt in der Schweiz sei die Machbarkeitsstudie an der KVA Linth im Kanton Glarus.  Holz sei ein moderner, vielseitig verwendbarer Baustoff, mit dem erst noch graue Energie und der CO2-Ausstoss reduziert werden können. Damit in fünfzig bis dreihundert Jahren Bau-, Industrie- und Energieholz geerntet werden kann, müssen bereits heute die richtigen Bäume wachsen und gehegt werden.

Als Besitzer vieler Waldflächen sei dies auch Aufgabe der öffentlichen Hand.  Etwa ein Viertel aller jährlich installierten Heizungen im Kanton Zürich seien Wärmepumpen – Tendenz steigend. Besonders effizient seien sie, wenn die Systemkomponenten optimal aufeinander abgestimmt werden und der Planungs- und Installationsprozess standardisiert verläuft.

Zertifizierte Wärmepumpen-System-Module (WPSM) seien dafür der richtige Weg.  Naturnahe Siedlungen seien Refugien für die Artenvielfalt und erhöhen die Lebensqualität der Menschen. Bisher behandelt die Schweizer Baugesetzgebung die Förderung der Biodiversität aber kaum.

Dies solle sich nun ändern: Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) erarbeitet aktuell biodiversitätsfördernde Musterparagraphen, welche künftig in Baureglemente oder Konzepte aufgenommen werden können.  Bei Strassensanierungen fällt jährlich tonnenweise Ausbauasphalt an. Dieser könne als Kaltmischfundation herkömmliche, heiss aufbereitete Asphaltbeton-Tragschichten für Strassen, Rad- und Gehwege ersetzen.

Dadurch werden hohe Recyclinganteile erreicht und Heizenergie eingespart. Eine Ökobilanzstudie kommt nun allerdings zum Schluss, dass sich ein solcher Einsatz aus ökologischer Sicht nicht lohnt. Stattdessen sollte der Recyclinganteil in der herkömmlichen Asphaltbetonbauweise erhöht werden.

Das Tiefbauamt werde dies bei seinen Ausschreibungen künftig verlangen. Der Kanton Zürich misst seit rund 20 Jahren mit einem «Remote Sensing»-Messgerät am Strassenrand die Abgase vorbeifahrender Fahrzeuge. Die Messungen im Jahr 2020 zeigen nun deutliche Verbesserungen bei den Dieselfahrzeugen der neuesten Abgasnorm.

Sie halten im Durchschnitt die Emissionsvorgaben auch im realen Fahrbetrieb ein.  Der Lärmbelastungskataster sei ein Instrument für das Planen, Bauen und Sanieren in lärmbelasteten Gebieten. Die kantonalen Lärminformationen werden bereits im Geografischen Informationssystem des Kantons Zürich (GIS) publiziert.

Künftig solle dort auch für alle Zürcher Gemeinden der Strassenlärm digital dargestellt werden können.  Mobilität sei Tieren ein ebenso grosses Bedürfnis wie den Menschen. Wandernde Frösche, Kröten & Co begegnen dabei vielschichtigen Gefahren.

Überfahrene Amphibien auf Strassen seien dafür ein sichtbares Zeichen. Technische Lösungen können dieses Problem nur teilweise entschärfen.  Luftbilder und Höhendaten gehören zu den meistgenutzten Grundlagendaten im Kanton Zürich.

Da in den letzten Jahren die Anforderungen an deren Aktualität und Auflösung gestiegen sind, fliegen nun innerhalb von vier Jahren dreimal Flugzeuge über den ganzen Kanton. Zweimal davon seien diese mit hochauflösenden Kameras ausgestattet, deren Bodenauflösung neu bei phänomenalen 5 Zentimetern liegt.

Ein weiteres Mal trägt das Flugzeug einen optischen Sensor, wodurch mittels Laserscanning die Höhendaten ermittelt werden können. Auch hier werde die Punktdichte und damit die Auflösung verbessert.  Raumplanerische Herausforderungen machen nicht an Gemeindegrenzen Halt.

Drei Gemeinden zielen mit ihrer gemeinsamen räumlichen Entwicklungsstrategie auf eine urbane Wohnlandschaft mit zentralem Arbeitsplatzgebiet und gemeinsamer Identität ab. Landschaften seien heute wie künftig sehr wichtig für die Lebensqualität. Es lohnt sich darum, die «Leistungen» kennenzulernen, die Landschaften erbringen.

Gemeinden können konkrete Projekte starten, um Landschaften für ihre Bevölkerung erlebbar zu machen. Das trägt zur Wertschätzung für Landschaften bei.  Planungsbedingte Vorteile bei Einzonungen werden seit dem 1. Januar 2021 durch eine Mehrwertabgabe ausgeglichen.

Auch bei Auf- und Umzonungen erfolgt ein Ausgleich, sofern eine Gemeinde ihre Bau- und Zonenordnung entsprechend angepasst habe und die definierten Schwellenwerte überschritten werden.  Im Jahr 2022 werde die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) bekanntgeben, wo sie die geologischen Tiefenlager für die radioaktiven Abfälle der Schweiz plant. Zwei der möglichen Standortgebiete liegen im Norden des Kantons Zürich.  Es gibt viele Zugänge in die Vergangenheit: unerwartete Funde, spannende Geschichten, ein Besuch im römischen Gutshof Seeb oder «Abenteuerkoffer» für eine Erlebnisreise.

Die 20-jährige Kooperation der Stiftung für Archäologie und Kulturgeschichte STARCH mit dem Kanton öffnet diese Türen.  Pfahlbauten seien rund um den Alpenbogen bekannt. Sie liefern dank ihrer guten Erhaltungsbedingungen vielfältige Einblicke in die Gesellschaft der Jungsteinzeit und Bronzezeit, aber auch in die Entwicklung der Kulturlandschaft.

Seit zehn Jahren sei ein Teil dieser Fundstellen UNESCO-Welterbe.  Die Winterthurer Klimaschutzorganisation MYBLUEPLANET knüpft mit dem Engagement «Klimaschule» bei der jungen Generation an. Sie habe für Schweizer Schulen ein vierjähriges Bildungsprogramm konzipiert, das die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Unterricht und in den Schulstrukturen langfristig verankert. Mit dabei sei beispielsweise die Sekundarschule Looren aus Maur, die mit Unterstützung der Schülerinnen und Schüler eine Solaranlage auf dem Schulhausdach installierte.

Ein anderes Beispiel sei die Schule Uitikon, welche im Januar 2021 mit dem Aktionstag «Blackout Day» in das Programm startete und bei drei Schulhäusern für einen Tag den Strom abstellte. Der Treibhausgasausstoss privater Haushalte in der Schweiz werde zu rund einem Fünftel im Zusammenhang mit Lebensmitteln verursacht. Ein Grossteil dieser Emissionen wäre vermeidbar, allerdings fehlt oftmals das Wissen dazu. Pestizide, Lacke und Reiniger können Umwelt und Gesundheit massiv schädigen.

Dabei lassen sich Schmutz und Flecken auch ohne übermässige Chemie entfernen. Die neue Plattform «Bewusst wie!» zeigt, wo die Gefahren liegen, wie es ohne geht und wie Gemeinden die Bevölkerung für das Thema sensibilisieren können. Die «Zürcher Umweltpraxis und Raumentwicklung» (ZUP) sei das Informationsbulletin aller in den Umweltschutz und die Raumentwicklung involvierten Ämter und Fachstellen des Kantons Zürich.

Mit aktuellen Informationen sowie verschiedenen Tipps aus der Praxis bildet die ZUP eine wichtige Plattform für den Austausch von Wissen und Erfahrungen. Die ZUP erscheint drei- bis viermal im Jahr und richtet sich an Behörden der Zürcher Gemeinden, Planungsbüros, Medien sowie an alle im Umweltbereich sowie der Raumentwicklung tätigen und daran interessierten Personen und Organisationen.  Die «Zürcher Umweltpraxis und Raumentwicklung» sei kostenlos erhältlich bei der Koordinationsstelle für Umweltschutz, Postfach, 8090 Zürich, Telefon 043 259 24 17 oder kofu@bd.zh.ch.

Die aktuelle Ausgabe der ZUP und das Archiv aller bisher erschienenen Beiträge, Themenhefte sowie Themenschwerpunkte finden Sie unter www.zh.ch/umweltpraxis.  .

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