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Moore sind Hotspots der Biodiversität. Doch nur noch wenige sind erhalten. Die Restflächen sind klein und isoliert, sodass sich ...

2021-04-06 10:05:41
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Quelle: Kanton Zürich

Moore sind Hotspots der Biodiversität, wie der Kanton Zürich berichtet.

Doch nur noch wenige seien erhalten. Die Restflächen seien klein und isoliert, sodass sich der Artenreichtum langfristig nicht halten kann.

Es müssen wieder grössere, zusammenhängende Moorgebiete entstehen. Darum habe der Kanton Zürich jene einstigen, heute entwässerten Moore und Feuchtgebiete eruiert, welche das grösste Regenerationspotenzial aufweisen.

Sie sollen mittelfristig wieder zu artenreichen Mooren werden. Einst überzogen ausgedehnte Moorlandschaften den Kanton Zürich.

Die Bauern nutzten diese Feuchtgebiete nicht sehr intensiv. Sie liessen ihre Tiere in den Mooren weiden oder gewannen mit der jährlichen Mahd Einstreu für die Ställe.

Damit hielten sie die Vegetation niedrig und schufen eine Kulturlandschaft mit ausserordentlichem Reichtum an Tieren und Pflanzen, welche sich an die speziellen Lebensbedingungen in den Mooren angepasst hatten. Dann begann die Intensivierung der Landwirtschaft.

Die Moore wurden nach und nach trockengelegt, um fruchtbares Ackerland zu gewinnen. In vielen Mooren baute man auch Torf ab, um ihn als Brennstoff oder Dünger zu nutzen.

Heute seien gerade mal noch rund zehn Prozent der ehemaligen Moorfläche im Kanton Zürich erhalten. Spät hatte man begonnen, sie zu schützen und ähnlich der traditionellen Methode zu pflegen, damit sie nicht verbuschen und verwalden und diese einzigartigen Lebensräume erhalten bleiben.

Oft seien die Restflächen jedoch klein und isoliert, weshalb sich die einstige Artenvielfalt nicht halten kann. Moore gehören nicht nur zu den Hotspots der Biodiversität, sondern heute auch zu den Lebensräumen mit dem höchsten Anteil gefährdeter Arten.Im Jahr 1995 habe der Regierungsrat das Naturschutz-Gesamtkonzept für den Kanton Zürich beschlossen.

Es zeigte auf, was zu tun ist, um die wertvollsten Arten und Lebensräume im Kanton Zürich auf lange Sicht zu erhalten. Dabei richtete er sein Augenmerk auch auf die Moore.

Denn der Kanton Zürich sei mit rund 1800 Hektaren der moorreichste Kanton des Mittellands und trägt auch gesamtschweizerisch eine hohe Verantwortung für deren Schutz. Im Konzept erteilte der Regierungsrat den Naturschutzverantwortlichen des Kantons den Auftrag, 1300 Hektaren so genannte Moorergänzungsflächen zu schaffen.

Dies entspreche 1,8 Prozent der Landwirtschaftsflächen im Kanton.Das Amt für Landschaft und Natur (ALN) habe nun jene 1300 Hektaren Fläche eruiert, welche das grösste Potenzial für die Wiederherstellung von Feuchtgebieten aufweisen. In Frage kamen dafür alle einstigen, heute entwässerten Moore.

Anhand verschiedener Faktoren wie der Topographie oder der Bodeneigenschaften habe sie das Regenerationspotenzial ermittelt und anhand ökologischer Kriterien die am besten geeigneten Potenzialflächen identifiziert (z.B. Nähe zu bestehenden Feuchtgebieten, Ansprüche seltener Arten, Vernetzungsfunktion).Die nun bezeichneten Potenzialflächen seien Teil des aktuell wissenschaftlich ausgewiesenen Bedarfs an zusätzlichen Moorflächen.

Ihre Bezeichnung sei ein wichtiger Schritt zum Aufbau einer so genannten «ökologischen Infrastruktur», welche Lebensräume in ausreichender Grösse, Qualität und Vernetzung zum Überleben der Arten zur Verfügung stellt. Diese prioritären Potenzialflächen für Feuchtgebiete trägt die Baudirektion nun in die so genannte «Potenzialkarte für die Umsetzung von Massnahmen für ökologische Aufwertung und ökologische Ersatzflächen» ein.

Sie sollen vor Veränderungen geschützt werden, die ihre spätere Regeneration erschweren oder verunmöglichen würden.Zum Erhalt des Regenerationspotenzial richtet der Kanton konsequenterweise auf diesen Flächen keine Subventionen für die Sanierung oder Erneuerung der Drainagen mehr aus. Für die Aufwertung landwirtschaftlicher Böden durch das Aufbringen von fruchtbarem Bodenmaterial erteilt er an diesen Orten keine Bewilligung mehr.Die Landwirte können die Flächen weiterhin nutzen wie bisher.

Sie können aber auch die im Rahmen der Direktzahlungen des Bundes geforderten Biodiversitätsförderflächen an solchen Orten anlegen und sich den Ertragsverlust entschädigen zu lassen, wenn sich wieder Moore entwickeln. In einer nächsten Phase werde die Baudirektion prüfen, wie die Moorregeneration auf diesen Flächen gezielt gefördert werden kann.Die Festlegung der prioritären Potenzialflächen für Feuchtgebiete sei Teil der kantonalen «Strategie drainierte Böden».

Das Amt für Landschaft und Natur (ALN) habe darin für die rund 14`400 Hektaren drainierter Flächen im Kanton die Interessen von Landwirtschaft, Bodenschutz und Naturschutz aufeinander abgestimmt. Wo als Teil derselben Strategie grossflächige landwirtschaftliche Bodenaufwertungen vorgesehen sind, wurde bereits 2018 festgelegt.

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