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Corona-Pandemie verändert Polizeiarbeit

Corona-Pandemie verändert Polizeiarbeit
Corona-Pandemie verändert Polizeiarbeit (Bild: Kantonspolizei Zürich)

2021-03-22 13:00:04
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Quelle: Kantonspolizei Zürich

Die Corona-Pandemie hat die Arbeit der Polizei verändert: Zum grundsätzlichen Auftrag, Schutz und Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten, ist die Umsetzung der Corona-Bestimmungen gekommen, wie die Kantonspolizei Zürich meldet.

So seien bereits über 30'000 Schutzkonzepte im Kanton Zürich kontrolliert worden. Deutliche Spuren habe die Pandemie auch in der polizeilichen Kriminalstatistik 2020 hinterlassen.

Die Kriminalitätsentwicklung im Jahr 2020 erweist sich gegenüber den Vorjahren in verschiedener Hinsicht als atypisch. Während die Zahl der Diebstähle stark zurückgegangen ist, haben Raubstraftaten und Betrugsdelikte markant zugenommen.

Zudem zeigt sich eine weitere Verlagerung der Ausführung von Straftaten ins Internet. Ein besonderes Augenmerk galt auch im vergangenen Jahr den Herausforderungen im Bereich Häusliche Gewalt und Familienstreitigkeiten: Die Polizei habe deutlich mehr Massnahmen gestützt auf das Gewaltschutzgesetz ausgesprochen und sei fast 18-mal pro Tag ausgerückt (2019: rund 15-mal).

Dieses Video kommt von YouTube Mit dem Abspielen könne YouTube Ihr Surf-Verhalten mitverfolgen. «Die Kantonspolizei habe auf die Corona-bedingten Veränderungen in ihrer Arbeit gezielt reagiert», zog Sicherheitsdirektor Mario Fehr heute vor den Medien Bilanz: «Dieser Einsatz sei wichtig und zahlt sich aus – Zürich sei und bleibt ein sicherer Kanton.» Die Auswirkungen der Pandemie zeigen sich in der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2020 beispielhaft in den Bereichen Diebstahl und Raub: So sank die Gesamtzahl der Diebstähle im Kanton beträchtlich (-13%).

Demgegenüber haben Raubstraftaten (+16%) stark zugenommen; ins Auge fällt hier auch der markante Anstieg an jugendlichen Beschuldigten (+74%).Als Folge der Pandemie verbrachten viele Menschen gezwungenermassen mehr Zeit in ihren eigenen vier Wänden. Das verstärkte das Potenzial von Häuslicher Gewalt und Familienstreitigkeiten.

Die Polizei verzeichnete entsprechend deutlich mehr Anrufe und musste mehr ausrücken (2020: knapp 18-mal pro Tag; 2019: rund 15-mal). Der Kanton trug dieser Entwicklung mit gezielten Massnahmen Rechnung.

Dazu gehörte und andere die Aufstockung der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und der Einsatz von mehr Polizistinnen und Polizisten im Bereich Gewaltschutz. Zugenommen haben auch die gestützt auf das Gewaltschutzgesetz ausgesprochenen Massnahmen (+13%; 2019: 1123, 2020: 1278).Zahl der Delikte insgesamt leicht sinkend Nach einer kontinuierlichen Zunahme von Straftaten gegen Leib und Leben seit 2015 habe die Zahl entsprechender Straftaten 2020 stagniert.

Die Zahl der Opfer vollendeter Tötungsdelikte war deutlich tiefer (6 Personen; 2019: 16). Insgesamt sei die Zahl der im Kanton Zürich polizeilich festgestellten Delikte gemäss PKS 2020 gegenüber dem Vorjahr um knapp 1000 oder 0,9% zurückgegangen, wie die Chefin Kriminalpolizei der Kantonspolizei, Christiane Lentjes Meili, darlegte..

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