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Fast 80 Prozent der Zürcher KMU waren vor der Corona-Krise finanziell stabil. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universitä...

2021-03-05 11:05:26
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Quelle: Kanton Zürich

Fast 80 Prozent der Zürcher KMU waren vor der Corona-Krise finanziell stabil, wie der Kanton Zürich schreibt.

Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Sankt Gallen im Auftrag der Volkswirtschaftsdirektion. Die Studie zeigt auf, wie die KMU auf die Krise reagiert haben: Neben Massnahmen zur Sicherung der finanziellen Liquidität und zur Kostensenkung bekämpfen 25 Prozent der Zürcher KMU die Krise mit Innovationen.

Für die Zukunft wollen insbesondere Unternehmen, die in der Krise finanzielle Schwierigkeiten haben, ihre Finanzplanung verbessern und ihre Reserven erhöhen. Fast 80 Prozent der Zürcher KMU wären vor der Corona-Pandemie in der Lage gewesen, bei ausbleibenden Einnahmen ihre nicht durch Kurzarbeit gedeckten Fixkosten aus eigenen Mitteln für drei Monate zu tragen.

Damit war ein grosser Teil der Zürcher KMU vor der Krise finanziell stabil. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Sankt Gallen.

Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh hatte die Studie nach der ersten Coronawelle im Sommer 2020 in Auftrag gegeben, um untersuchen zu lassen, wieso bereits kurz nach Ausbruch der Krise zahlreiche KMU in existenzielle Nöte geraten seien und welche Lehren diese aus der Krise ziehen. Denn die KMU seien eine wichtige Stütze der Zürcher Wirtschaft – als Garant für Arbeitsplätze, aber auch als Treiber von Innovationen.Die finanzielle Stabilität sei in Branchen ohne grosse Anlageinvestitionen und bei Unternehmen ohne Fremdfinanzierung höher, zudem steigt sie mit zunehmendem Unternehmensalter.

Hoher Konkurrenzdruck und – daraus resultierend – niedrige Margen sowie geringer Umsatz seien aus Sicht der Unternehmen die zentralen Gründe für eine fehlende finanzielle Stabilität. Die Zürcher KMU seien in der Corona-Pandemie verschiedentlich vorgegangen.

Neben Massnahmen zur Sicherung der Liquidität und zur Kostensenkung haben 25 Prozent der Unternehmen mit neuen Produkten und Dienstleistungen reagiert. Für die Zeit nach der Krise planen sogar 38 Prozent der befragten KMU, neue Produkte oder Dienstleistungen einzuführen.

39 Prozent der Unternehmen wollen eine bessere Liquiditätsplanung machen, fast die Hälfte nimmt sich eine Erhöhung der Reserven vor. Dies geht jedoch mit verminderten Mitteln für Investitionen, Wachstum und Innovation einher.

Die richtige Balance zwischen finanzieller Stabilität und unternehmerischem Risiko zu finden, sei unternehmerisch höchst herausfordernd.  Die Corona-Krise habe zudem gezeigt, dass viele Unternehmerinnen und Unternehmer in die Arbeitslosenversicherung einzahlen, aber im Bedarfsfall kein Anrecht auf entsprechende Entschädigungen haben. Diese Inkongruenz wurde von den befragten KMU mehrfach moniert und sei bereits Gegenstand politischer Diskussionen.

Zudem führe die Besteuerung von Gesellschaftskapital zu einem negativen Anreiz für die Bildung von Reserven. Einige befragte KMU wünschen sich in einer nächsten Krise eine bessere Absprache zwischen Bund und Kantonen mit verbindlicheren, klareren Regeln und einheitlicherem Vorgehen.  Das Amt für Wirtschaft und Arbeit sei für im Kanton Zürich angesiedelte KMU sowie für die Berufs- und Branchenverbände ein wichtiger Ansprechpartner.

Die im AWA angesiedelte Standortförderung unterstützt Unternehmen bezüglich der wichtigsten Fragen, mit denen sie an die kantonale Verwaltung gelangen. Im Auftrag der Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh habe die Standortförderung unter Einbezug von kantonalen Verbänden das KMU-Institut der Universität Sankt Gallen mit der Studie zur Situation der KMU in der Corona-Krise mandatiert.

Zudem haben kantonale Wirtschaftsverbände die Studie mit ihrem Know-How unterstützt. Die Befragung von über 700 Zürcher KMU fand im Oktober und November 2020 statt.  .

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