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Gestützt auf die Vorschläge der kantonalen Kulturförderungskommission hat der Regierungsrat die kulturellen Auszeichnungen und P...

2021-02-11 10:05:38
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Quelle: Kanton Zürich

Gestützt auf die Vorschläge der kantonalen Kulturförderungskommission hat der Regierungsrat die kulturellen Auszeichnungen und Preise des Kantons Zürich für 2021 vergeben, wie der Kanton Zürich mitteilt.

Der Kulturpreis geht an den Lichtkünstler Christian Herdeg, die beiden Förderpreise an das Experi Theater und das Musikertrio «#workoutjazz». Der mit 50`000 Franken dotierte Kulturpreis des Kantons Zürich geht 2021 an Christian Herdeg.

Damit zeichnet der Regierungsrat einen Künstler aus, der als Pionier der Lichtplastik gilt und mit seiner künstlerischen Arbeit Generationen von Künstlerinnen und Künstlern im In- und Ausland geprägt hat.Christian Herdeg (*1942) wuchs in Zürich auf, besuchte an der Zürcher Kunstgewerbeschule den Vorkurs und arbeitete als Reportagefotograf und Dokumentarfilmer. 1968 wanderte er nach Kanada aus und schuf ab 1969 erste lichtkinetische Objekte, die er in Montreal, Toronto und Chicago ausstellte.

Nach seiner Rückkehr nach Zürich 1971 fanden seine Lichtskulpturen weithin Beachtung, Ausstellungen im In- und Ausland folgten. Zwischen 1974 und 1979 erhielt Christian Herdeg sechs Auszeichnungen von Stadt und Kanton Zürich – darunter den kantonalen Werkbeitrag in den Jahren 1974 bis 1976 – sowie dreimal das Eidgenössische Kunststipendium.

Christian Herdeg arbeitete als erster Künstler in der Schweiz mit Neonlicht. Nach komplexen Installationen mit Edelgasröhren und diversen Werkstoffen wurden seine Arbeiten reduzierter.

Es entstanden Werkreihen aus mono- und diachromen Flächen wie auch reliefartige Neon-Tableaux, die wie Gemälde an der Wand hängen. In den 1980er Jahren entwickelte Christian Herdeg erstmals wandübergreifende Installationen aus raumformenden Materialien wie Plexiglas und Argon-Lichtröhren.  Diese Weiterentwicklung bereitete ihm den Weg zu zahlreichen Auftragsarbeiten für den öffentlichen Raum.

Kunst am Bau von Herdeg findet sich im In- und Ausland, so zum Beispiel im Kultur- und Kongresszentrum Trafo in Baden, bei Hoffmann La Roche in Basel und Kaiseraugst, bei Allianz Deutschland AG in München oder an der ETH Zürich. Seine oftmals monumentalen Installationen im öffentlichen Raum seien geprägt von geometrischen Formen und der Bezugnahme auf die Grundstrukturen der sie umgebenden Architektur.

Seit Beginn der 2000er Jahre kommen immer häufiger auch Leuchtdioden zum Einsatz, deren Farbe und Intensität via Computer gesteuert werden. Christian Herdegs künstlerische Auseinandersetzung mit den physikalischen und optischen Eigenschaften von Licht und seiner individuell erfahrbaren, sinnlichen Präsenz nimmt in der internationalen Kunstlandschaft eine eigenständige und herausragende Position ein.

Dementsprechend beeindruckend sei seine Ausstellungsgeschichte mit Einzelausstellungen beispielsweise in der Kunsthalle Düsseldorf, der Fassbender-Stevens Gallery in Chicago, im Centrum Kunstlicht in de Kunst in Eindhoven und im Museum Haus Konstruktiv Zürich. Das Experi Theater wurde 2013 von P.

Vijayashanthan in Zürich gegründet. P.

Vijayashanthan sei ein experimenteller Theaterregisseur und Performancekünstler. Er wurde 1975 in Sri Lanka geboren und studierte Journalismus und Menschenrechte an der Universität Colombo.

Dort arbeitete er ab 1995 in mehreren klassisch-modernen sowie zeitgenössischen Theaterinszenierungen und trat mit experimentellen Theater-Solo-Performances auf. 2007 verliess er das Land wegen politischer Instabilität und führte seine künstlerische Arbeit in der Schweiz fort.

Mit dem Experi Theater habe P. Vijayashanthan bereits 15 Theaterproduktionen und zahlreiche Performances umgesetzt.

Die künstlerische Leitung der Gruppe teilt er sich mit der Dramaturgin Marie Drath, bis heute beteiligten sich rund 50 Künstlerinnen und Künstler an den Experi-Projekten. Aktuell arbeitet das Experi-Theater mit der Gessnerallee an einem Grossprojekt zu Tilo Frey, der ersten schwarzen Nationalrätin der Schweiz.

P. Vijayashanthan habe sich in seinen Arbeiten schon lange vor «black lives matter» mit Fragen des Kolonialismus, Rassismus und Sexismus auseinandergesetzt und schafft es, durch publikumsnahe Inszenierungen Berührungsängste abzubauen.  Das Experi Theater spielt bewusst nicht nur in Theaterhäusern, sondern auch in Restaurants, auf Friedhöfen, Baustellen, in Bürogebäuden oder Fussgängerzonen und macht seine Arbeiten für ein breites Publikum sichtbar, regelmässig auch in kleineren Ortschaften des Kantons Zürich.

Diese eigenständige, gesellschaftspolitisch motivierte künstlerische Arbeit, die durch die erstmalige Zusammenarbeit mit der Gessnerallee nun die ihr zustehende Aufmerksamkeit erhält, werde mit dem Förderpreis 2021 ausgezeichnet. Die drei Zürcher Musiker Florian Kolb (*1991), Pablo Lienard (*1994) und Philipp Saner (*1991) vereinigen im Kollektiv «#workoutjazz» (ehemals White Pulse) eine Vielfalt stilistischer Hintergründe und künstlerischer Herangehensweisen.

Das Trio zeichnet sich durch eine Mixtur aus Elementen freier Improvisation, Neuer Musik, Jazz sowie experimental Rock und Punk aus und kreiert so eine eigene musikalische Sprache. «#workoutjazz» gehört zu den spannendsten jungen Jazzformationen der Zürcher Szene.

Darüber hinaus seien sie aktiv als Vernetzer und organisieren Konzerte wie den legendären White Pulse-Marathon: Rund sechzig Musikerinnen und Musiker aus allen möglichen Stilbereichen spielen da Schlag auf Schlag dreiminütige Sets. Das Konzept der radikalen Verdichtung durch hochqualitative Musik unterschiedlicher Genres sorgt für ein faszinierendes Musikerlebnis.

«#workoutjazz» leistet auf künstlerischer, kuratorischer und organisatorischer Ebene herausragende Arbeit und bereichert das Zürcher Kulturleben durch sein vielschichtiges Musikverständnis. Der Förderpreis 2021 solle «#workoutjazz» darin bestärken, seine kompromisslose und lustvolle Musik weiter voranzutreiben.  .

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