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Revidierter Fernwärmetarif der Stadt Zürich

2020-12-09 16:05:17
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Quelle: Stadt Zürich

Der Stadtrat hat die Revision des Fernwärmetarifs beschlossen, wie die Stadt Zürich mitteilt.

Das neue Tarifmodell tritt per 2022 in Kraft. Die Bindung an den Ölpreis werde aufgehoben, stattdessen werden die effektiven Energieproduktionskosten verrechnet.

Dies sichert die Wirtschaftlichkeit des Fernwärmebetriebs. Die Tarifumstellung führt zu einer moderaten Erhöhung der Preise.

Ein neuer Zuschlag für nicht korrekt eingestellte Heizanlagen schafft Anreize für mehr Energieeffizienz. Der Stadtrat habe ein revidiertes Tarifmodell für die Fernwärme der Stadt Zürich beschlossen.

Unverändert bleibt die Zusammensetzung des Tarifs aus Arbeitspreis, Leistungspreis und Anschlussgebühr:Die Ölpreisbindung führte in der Vergangenheit zu hohen Erlösschwankungen bei der Fernwärme. Die tatsächlichen Kosten konnten nicht immer gedeckt werden, oder es entstanden Überschüsse.

Der neue Tarif sei nicht mehr an den Ölpreis gebunden, sondern basiert auf den tatsächlichen Produktionskosten für die Energie. Er berücksichtigt ausserdem die Teuerung.

Der Leistungspreis (für die Infrastruktur) werde gegenüber dem Arbeitspreis (für den Energieverbrauch) stärker gewichtet, um die hohen Infrastrukturkosten für das Fernwärmenetz besser abzubilden. Der Gesamttarif für die Kundinnen und Kunden erhöht sich über alle Kundensegmente hinweg um durchschnittlich 3,25 Prozent.

Zwei Drittel der Erhöhung seien auf die Anpassung des Kehrichtabwärmepreises zurückzuführen, den das Kehrichtheizkraftwerk verrechnet, ein Drittel auf die Entkopplung des Fernwärmetarifs vom Ölpreis.Die höhere Gewichtung des Leistungspreises schafft Anreize, die abonnierte Leistung dem tatsächlichen Bedarf anzugleichen. Dadurch können sich mehr Liegenschaften anschliessen und das Netz könne insgesamt kostengünstiger betrieben werden.

Zur Förderung der Energieeffizienz werde ein Rücklauftemperaturzuschlag eingeführt, der bei ineffizienten Anlagen erhoben wird. Denn wenn die Heizanlage einer angeschlossenen Liegenschaft nicht korrekt eingestellt ist, verursacht dies messbare Energieverluste.

Auf diese werde künftig ein Zuschlag erhoben, der genannte Rücklauftemperaturzuschlag.Kundinnen und Kunden können wie bislang Fernwärme aus bis zu 100 Prozent erneuerbarer Energieproduktion beziehen. Zudem werde in Zukunft die Möglichkeit geboten, Abwärme, zum Beispiel aus Kälteerzeugungsanlagen, ins Fernwärmenetz einzuspeisen.Gemäss Finanzhaushaltverordnung im Gemeindegesetz gilt ERZ Entsorgung + Recycling Zürich und damit auch die Fernwärme als Eigenwirtschaftsbetrieb.

Folglich muss die Fernwärme kostendeckend und nach dem Verursacherprinzip arbeiten. Durch die Aufhebung der Ölpreisbindung werde der Fernwärmetarif weniger stark schwanken als in der Vergangenheit.

Zudem bildet er die tatsächlichen Gestehungskosten ab. Die Wirtschaftlichkeit des neuen Tarifmodells sei von mehreren Stellen überprüft und bestätigt worden.Künftig können Kundinnen und Kunden aufgrund ihrer neuen Anschlüsse an das Fernwärmenetz städtische Förderbeiträge beanspruchen.

Die Beiträge fliessen direkt an die Kundschaft und seien deshalb nicht im Tarifmodell berücksichtigt. Gleiches gilt für die kantonalen Förderbeiträge für Anschlüsse an Energieverbünde..

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