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Die ETH feiert Geburtstag und zieht Bilanz

Die ETH feiert Geburtstag und zieht Bilanz
Die ETH feiert Geburtstag und zieht Bilanz (Bild: ETH Zürich)

2020-11-21 15:25:04
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Quelle: ETH Zürich

Am 165. Geburtstag der ETH Zürich zogen die Rektorin Sarah Springman und ETH-Präsident Joël Mesot Bilanz, wie die Hochschule die aktuelle Krise bisher gemeistert hat, wie die ETH Zürich berichtet.

Zudem wurden herausragende Persönlichkeiten gewürdigt.«Krisen seien Bewährungsproben – und unsere Hochschule habe sich in dieser Krise von der besten Seite gezeigt», sagte ETH-Rektorin Sarah Springman am diesjährigen ETH-Tag, der grösstenteils virtuell stattfand. Die Umstellung auf Notbetrieb wegen der Corona-Pandemie Mitte März 2020 sei ein Stresstest gewesen – gerade auch für die Lehre.

Es habe sich aber rasch gezeigt, dass die ETH dank einem grossartigen Teamgeist und dem grossen Einsatz aller ETH-Angehörigen der Herausforderung gewachsen sei. So sei die Umstellung auf Fernunterricht weitgehend problemlos verlaufen und mit den Bubbles – Kleingruppen, in denen Erstsemestrige alle Übungen zusammen bestritten – habe man sogar ein Format entwickelt, das man allenfalls über die Krise hinaus beibehalte.Trotzdem sei sie in Sorge, sagte Sarah Springman.

«Die Begeisterung für ein Fach, und damit auch eine Wertehaltung, lasse sich nur persönlich vermitteln», sagte die Rektorin. Auch bleibe mit dem Wegfall des Präsenzunterrichts der Austausch der Studierenden untereinander zu einem grossen Teil aus.

Dies könne sich negativ auf die mentale Gesundheit auswirken. Die ETH weite deshalb ihre Unterstützungsangebote aus und das Rektorat richte seine Anstrengungen darauf aus, allen Studierenden wenigstens zu ermöglichen, ihr Semester erfolgreich abzuschliessen.Auch ETH-Präsident Joël Mesot zeigte sich beeindruckt vom Engagement und dem Bürgersinn der ETH-Angehörigen.

So setzten sich zahlreiche Professorinnen und Professoren in der wissenschaftlichen Task Force des Bundes ein, sie lieferten Modellrechnungen zum exponentiellen Wachstum des Virus oder seien massgeblich an der Entwicklung der SwissCovid-App beteiligt – um nur einige Beispiele zu nennen. Gerade bei der Entwicklung der Tracing-App habe sich einmal mehr gezeigt, wie wichtig Zusammenarbeit auf nationaler und internationaler Ebene ist: «Unsere Leute konnten sofort ein bestehendes internationales Netzwerk aktivieren.

Eine Schweiz in ‘splendid isolation’ wäre dazu nicht in der Lage», gab Joël Mesot zu bedenken. Die coronabedingten Herausforderungen für die Weltgemeinschaft dürften auch im kommenden Jahr gewaltig bleiben, sagte Mesot: «In Zeiten wie diesen sei es umso wichtiger, dass wir uns solidarisch zeigen und Kraft aus Beziehungen und Freundschaften schöpfen – sei es auf individueller oder institutioneller Ebene».Trotz der Krise habe es an der ETH Zürich 2020 auch viele freudige Ereignisse gegeben, betonte Mesot: Das Organisationsentwicklungsprojekt rETHink habe einen ersten Meilenstein erreicht, in dem die Schulleitung durch zwei neue Kolleginnen verstärkt wurde.

Mit dem Projekt will die Schulleitung unter Einbezug aller relevanten Hochschulgruppen das Zusammenspiel zwischen Professuren, Departementen und Zentralen Organen weiter verbessern und die ETH fit für die Zukunft machen.Am ETH-Tag kamen auch die Studierenden zu Wort. Der Verband der Studierenden an der ETH Zürich (VSETH) verlieh je einer respektive einem Dozierenden pro Departement die Goldene Eule für besonders engagierte und exzellente Lehre.

Der Credit Suisse Award for Best Teaching ging dieses Jahr an Laurent Vanbever, Professor am Departement Informationstechnologie und Elektrotechnik. In seiner Ansprache lobte der VSETH-Präsident Luca Dahle den offenen Umgang der Hochschule mit schwierigen Themen wie der psychischen Gesundheit.

Kritischer zeigte er sich, was die Erhöhung der Studiengebühren, die Verschlechterung des Betreuungsverhältnisses und die immer noch ausstehende Vollassoziierung beim EU-Förderprogramm Erasmus+ angeht.Weiter präsentierten Studierende zwei Initiativen, die sie im Frühling lanciert haben, als der Bundesrat die ausserordentliche Lage erklärte. Die beiden Projekte helpfulETH und Students4Hospitals zielen darauf ab, Gesundheitseinrichtungen zu entlasten.Zwei Forscher erhielten am Festtag die Ehrendoktorwürde der ETH Zürich.

Stephen Quake, Professor in Stanford, gilt als Pionier der Mikrofluidik. Seine technologischen Innovationen haben die biomedizinische Forschung nachhaltig verändert.

Aufgrund seiner Arbeiten wurde beispielsweise ein neuer pränataler Gentest entwickelt und der Erfolg von Organtransplantationen könne besser vorhergesagt werden. Frans Spaepen, Professor an der Harvard-Universität, habe dank seiner ausgeklügelten Experimente und tiefer theoretischer Einsicht wegweisende Beiträge zu verschiedensten Themen in der Materialwissenschaft geleistet.Neben den Ehrendoktoren ernennt die ETH Zürich an ihrem Jahrestag traditionsgemäss auch Ehrenräte.

Dieses Jahr wurden Adrian Weiss und Calvin Grieder für ihr ausserordentliches, persönliches Engagement zur Förderung der Lehre und Forschung geehrt..

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