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Kunststoff-Sammelversuch liefert wichtige Erkenntnisse

2020-11-11 19:05:22
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Quelle: Stadt Zürich

Der laufende Kunststoffsammel-Versuch in Höngg und Schwamendingen nähert sich seinem Ende, wie die Stadt Zürich meldet.

Die Reaktionen der Bevölkerung seien sehr positiv. Herausfordernd beim Plastik-Recycling seien jedoch das Volumen, die Wiederverwertung, der Transport und die Finanzierung.

Die Sammlung und Wiederverwendung von Wertstoffen sei für den Zürcher Stadtrat ein Gebot der Zeit. Um Erfahrungen zum Recycling von Kunststoffen zu gewinnen, beauftragte er deshalb ERZ Entsorgung + Recycling Zürich mit der Durchführung eines Kunststoffsammelversuchs.

Dieser läuft seit Mitte Juni in Höngg und Schwamendingen. Die Quartierbewohnenden können dort noch bis 11. Dezember an über einem Dutzend Wertstoff-Sammelstellen neben Glas und Kleinmetall auch Kunststoff entsorgen.Das testweise Entsorgungsangebot werde bisher sehr stark genutzt und die Sammelmengen seien dementsprechend hoch: Bis zur ersten Novemberwoche wurden rund 60 Tonnen Kunststoffabfall abgegeben.

Diese Menge entspreche rund 20 Prozent des Kunststoffabfalls, der im gleichen Gebiet und während der gleichen Zeit im Durchschnitt anfällt. Als besondere Herausforderung stellte sich wie erwartet jedoch nicht das Gewicht, sondern das Volumen heraus.

Um dieses bewältigen zu können, musste ERZ die Anzahl der Sammelbehälter bereits kurz nach dem Teststart mehr als verdoppeln und den Kunststoff bis zu dreimal täglich abholen.Die Nutzenden des temporären Entsorgungsangebots trennen ihren Kunststoffabfall vorbildlich – der Anteil von Fremdstoffen wie Glas oder Metall sei sehr niedrig. Dennoch könne im Sortierwerk rund die Hälfte recycelt bzw.

als Sekundärrohrstoff wiederverwertet werden. Nicht-recycelbare Produkte aus Plastik bestehen hauptsächlich aus miteinander verbundenen Kunststoffsorten oder seien verschmutzt.

Diese Hälfte nicht-recycelbaren Kunststoffabfalls werde darum im Kehrichheizkraftwerk Hagenholz verbrannt und liefert Fernwärme.Wie bereits erwähnt, sei das Volumen des gesammelten Kunststoffs die grösste Herausforderung. Um stadtweit eine geordnete Sammlung und Abholung gewährleisten zu können, müssten der Kunststoffabfall an jeder der 165 Wertstoffsammelstellen vor Ort gepresst, der ERZ-Fahrzeugpark erweitert, zusätzliches Personal angestellt und die Wertstoff-Sammelstellen mit geeigneten Behältern ausgerüstet werden.

Eine weitere Hürde sei die Finanzierung: Weil das Gesetz das Verursacherprinzip vorschreibt, muss die Finanzierung vor der Einführung eines flächendeckenden Entsorgungsangebots geregelt sein.Wie geplant, werde ERZ die Sammelbehälter in Höngg und Schwamendingen nach dem Ende des sechsmonatigen Versuchs Mitte Dezember abbauen. «Wir danken allen Quartierbewohnenden, die ihren Kunststoffabfall während der vergangenen Monate separat entsorgt und damit zu den aufschlussreichen Ergebnissen beigetragen haben», sagt ERZ-Direktor Daniel Aebli.

«Kunststoffe zu sammeln macht Sinn. Wir bleiben deshalb am Ball», sagt Daniel Aebli weiter.

ERZ prüft darum nun, die Sammlung von Kunststoffabfall in bestehende Logistikketten zu integrieren. Dadurch könnte ERZ Mehrkosten reduzieren und zusätzliche Fahrten im Stadtgebiet vermeiden.

Für die Umsetzung dieses Vorhabens sucht ERZ das Gespräch mit möglichen Partnern wie dem Detailhandel..

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