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Wie ökologisch sind die Sportrasen der Stadt Zürich?

2020-10-20 12:05:15
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Quelle: Stadt Zürich

In der Stadt Zürich gibt es unterschiedliche Sportrasentypen: Natur- und Kunstrasen, wie die Stadt Zürich schreibt.

Um die Nutzung und den Unterhalt der Sportrasen zu optimieren, habe die Stadt bei der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften eine Ökobilanzierung der verschiedenen Rasentypen in Auftrag gegeben. Noch ausstehend seien Ergebnisse zur Belastung der Umwelt durch Mikroplastik und die Wirkung von Sportrasen auf das Stadtklima.

Die Stadt Zürich betreibt über hundert Sportrasenfelder, hauptsächlich für Fussball, aber auch für andere Rasensportarten. Rund zwei Drittel der Felder seien aus Naturrasen, rund ein Drittel Kunstrasen.

Es kommen fünf grundsätzlich unterschiedliche Rasentypen zum Einsatz: Naturrasen bodennah und mit DIN-Aufbau (Dränschichtbauweise), Kunstrasen verfüllt und unverfüllt sowie ein einzelner Hybridrasen (Naturrasen, dessen Wurzelbereich mit Kunststofffasern verstärkt wird). Um den Einfluss der einzelnen Sportrasenfelder auf die Umwelt genauer zu untersuchen, habe die Stadt eine Ökobilanzierung bei der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Auftrag gegeben.Die fünf Sportrasentypen wurden einander punkto ökologischer Wirkung von Bau, Unterhalt und Entsorgung gegenübergestellt.

Dabei wurde sowohl der Einfluss auf die Umwelt pro Feld, als auch der spezifische Einfluss pro Nutzungsstunde bilanziert. Die Studie bezieht sich zwar auf die Gegebenheiten in der Stadt Zürich, sie wurde aber so aufgebaut, dass später auch andere Städte und Gemeinden die Ergebnisse nutzen können.Die Studie zeigt, dass der unverfüllte Kunstrasen unter Berücksichtigung der hohen Nutzungsstunden die beste Ökobilanz aufweist.

Denn Kunstrasen könne auch bei nassen Verhältnissen und in der Übergangszeit (Herbst/Frühling) uneingeschränkt bespielt werden. Die geringste jährliche Umweltauswirkung pro Rasenfeld erzeugt der bodennahe Naturrasen – allerdings sei dieser am wenigsten belastbar.Die verfüllten Kunstrasen schneiden sowohl in der Gesamtökobilanz als auch in der Umweltbelastung pro Nutzungsstunde schlecht ab.

Verfüllte Kunstrasen seien in der Stadt Zürich ein «Auslaufmodell». Sie werden bei Neu- oder Ersatzbauten schon länger nicht mehr eingesetzt.

Das international in der Kritik stehende Recycling-Granulat wurde auf Stadtzürcher Feldern nie eingesetzt. Die Stadt Zürich werde die bestehenden drei verfüllten Kunstrasenfelder nach Ende ihrer Betriebszeit durch andere Sportrasentypen ersetzen.Die Untersuchung der ZHAW macht deutlich, dass mit Optimierungen bei der Pflege von Naturrasen die Ökobilanz positiv beeinflusst werden kann.

Beispielsweise beim Einsatz von Düngern und durch Mähroboter. Unabhängig von den ökologischen Ergebnissen muss aufgrund der ZHAW-Untersuchung davon ausgegangen werden, dass hinsichtlich Auslastung der Felder in der Stadt Zürich noch Optimierungspotenzial besteht.

Der Vorsteher des Schul- und Sportdepartements, Stadtrat Filippo Leutenegger, hält fest: «Die Studienergebnisse helfen uns, unsere Planung noch weiter zu verfeinern und aus den bestehenden Feldern das Optimum für die Stadt und die Nutzenden herauszuholen.»Zur Beantwortung dieser Fragen habe die Stadt je eine Untersuchung in die Wege geleitet. Erstens habe sie sich an einer Studie des Fraunhofer Instituts beteiligt, die den Einfluss von Mikroplastik untersucht.

Zweitens werde sie eine Studie zur Beurteilung des Einflusses der verschiedenen Rasentypen auf das Stadtklima in Auftrag gegeben. Und drittens wurde im Rahmen des nationalen Förderprogramms «Nachhaltige Entwicklung» ein Unterstützungsgesuch für ein Projekt zur Nutzungsoptimierung von Sportrasenfeldern eingereicht.

Für den Vorsteher des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements, Stadtrat Richard Wolff, seien solche Studien unerlässlich: «Klima und Mikroplastik seien weltumspannende Themen zu denen wir unseren Beitrag leisten müssen. Es sei darum wichtig, dass wir heute möglichst viele Aspekte kennen lernen, um künftig möglichst nachhaltig planen zu können.».

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nassen ökologisch Sportrasen Zürich?



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