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«Haus zum Kiel» soll instandgesetzt und umgebaut werden

2020-09-30 16:05:14
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Quelle: Stadt Zürich

Für die Instandsetzung und den Umbau des Hauses «zum Kiel» am Hirschengraben beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat Ausgaben von 13,3 Millionen Franken, wie die Stadt Zürich ausführt.

Geplant seien im Ensemble, das aus dem Haupthaus und zwei Nebengebäuden besteht, insgesamt acht Wohnungen, Büroräume und ein Saal für Veranstaltungen. Erbaut wurde die Liegenschaft am Hirschengraben 18a, 20 und 20a («Haus zum Kiel») ab 1716, seit 1932 gehört sie der Stadt Zürich.

Das inventarisierte Ensemble mit Büros und Wohnungen besteht aus einem Haupthaus (Hirschengraben 20) sowie einem Anbau (18a) und einer Remise (20a). Bis vor kurzem diente es der Schweizer Kulturstiftung «Pro Helvetia» als Rochadefläche während der Instandsetzung ihres Hauptsitzes im benachbarten, sich ebenfalls im Eigentum der Stadt befindenden «Hauses zum Lindengarten».

2017 wurden hier auch Szenen für den Schweizer Erfolgsfilm «Wolkenbruchs Reise» gedreht. Zurzeit werden die Flächen im Haupthaus und in den beiden Nebengebäuden zwischengenutzt; die befristeten Mietverträge enden am 30. Juni 2021.Bereits 2010 musste das Tragwerk des Hauptgebäudes mit provisorischen Sofortmassnahmen gestützt werden, da es über die Jahre zu Absenkungen kam.

Der Höhenunterschied zwischen den Aussenmauern und der Mitte des Gebäudes beträgt in den oberen Geschossen bis zu 35 Zentimeter. Nun werde eine umfassende Instandsetzung nötig, um die Liegenschaft für weitere 30 Jahre gebrauchstauglich zu machen.

Ausserdem sollen die Gebäude teilweise umgebaut werden. Das Vorhaben werde in Absprache mit der kantonalen Denkmalpflege ausgeführt.

Für die Gesamtinstandsetzung und den Umbau beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat eine Investition von 13,3 Millionen Franken (einschliesslich Reserven). Zwar werde ein Teil der Ausgaben für den Erhalt der bestehenden Bausubstanz und zur Instandsetzung der Liegenschaft benötigt, weshalb es sich dabei um gebundene Ausgaben handeln würde, für deren Bewilligung der Stadtrat zuständig wäre.

Da die baulichen Massnahmen des Projekts jedoch eng miteinander verflochten sind, werden dem Gemeinderat die gesamten Aufwendungen von 13,3 Millionen Franken als Investition beantragt. Der geschätzte mutmasslich erzielbare Nettoertrag aus der künftigen Vermietung der Gewerbeflächen und der Wohnungen deckt die voraussichtlichen Kapital- und Betriebskosten nicht; es sei deshalb mit jährlichen Folgekosten von gut 52 000 Franken zu rechnen.Geplant seien im Erdgeschoss des Hauptgebäudes Büroräume, in den drei Obergeschossen je drei 3,5- und 4,5-Zimmer-Wohnungen anstelle der drei bisherigen 6-Zimmer-Wohnungen und im Dachgeschoss ein Mansardenzimmer, das als Gästezimmer genutzt werden kann.

Der Saal im Untergeschoss solle künftig wieder für Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen genutzt werden können. In den beiden Nebengebäuden werde je eine zweigeschossige 2,5- und 3-Zimmer-Wohnung eingebaut.

Die Netto-Miete einer 47 m2 grossen 2,5-Zimmer-Wohnung in der Remise werde voraussichtlich knapp 2200 Franken betragen, diejenige einer 152 m2 grossen 4,5-Zimmer-Wohnung im Hauptgebäude knapp 5700 Franken. Die Liegenschaft, in der die Wohnungen den grössten Teil der Fläche ausmachen, solle aufgrund der Lage, der Grösse und des repräsentativen Charakters der in der Gemeindeordnung definierten Kategorie der «speziellen Wohnobjekte» zugeordnet werden.

Die Wohnungen werden damit nicht auf der Basis der Kostenmiete vermietet, sondern zu marktkonformen Konditionen. Für die Zuordnung der Liegenschaft zu dieser Kategorie sei ebenfalls der Gemeinderat zuständig..

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