Logo myzuri.ch

Wissenschaft

Wohnraum für Studierende – Aufwertung fürs Quartier

  • Wohnraum für Studierende – Aufwertung fürs Quartier
    Wohnraum für Studierende – Aufwertung fürs Quartier (Bild: ETH Zürich)
  • Wohnraum für Studierende – Aufwertung fürs Quartier
    Wohnraum für Studierende – Aufwertung fürs Quartier (Bild: ETH Zürich)
  • Wohnraum für Studierende – Aufwertung fürs Quartier
    Wohnraum für Studierende – Aufwertung fürs Quartier (Bild: ETH Zürich)
2020-08-20 00:25:03
newsbot by content-proivder.ch GmbH
Quelle: ETH Zürich

Am 1. September öffnet an der Zürcher Bucheggstrasse das Studierendenwohnhaus Rosengarten seine Türen, wie die ETH Zürich schildert.

18 Wohnungen bieten 130 Studierenden bezahlbaren und auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Wohnraum. Das Quartier Wipkingen profitiert derweil von Betreuungsangeboten für Kinder, Gewerbeflächen sowie einer öffentlichen Parkanlage.

Die projektverantwortliche Stiftung für Studentisches Wohnen Zürich (SSWZ) zeigte den Neubau heute erstmals der Öffentlichkeit.Günstiger Wohnraum sei in Schweizer Städten und insbesondere in Zürich knapp bemessen. Gleichzeitig seien momentan über 70`000 Menschen an Zürcher Hochschulen immatrikuliert und gerade Studierende seien dringend auf eine preisgünstige Wohngelegenheit angewiesen.

Diesem Umstand Rechnung zu tragen, sei das Ziel der Stiftung für Studentisches Wohnen Zürich (SSWZ), die vor über 30 Jahren von der ETH Zürich, der Universität Zürich, der Stadt Zürich und der WOKO Studentische Wohngenossenschaft gegründet wurde.Mit ihrem jüngsten Projekt erreicht sie einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung von Wohnraum für Studierende. Nach drei Jahren Bauzeit werde an der Bucheggstrasse das neue Studierendenwohnhaus Rosengarten eröffnet.

Im Zentrum des Projekts, das unter der Leitung des Atelier Scheidegger Keller realisiert wurde, stehen die Maisonette-Wohnungen für Studierende. «Oberstes Ziel war, möglichst viele Zimmer unterzubringen und gleichzeitig eine hohe Wohnqualität zu gewährleisten», erklärt Christian Scheidegger, ETH-Alumnus und leitender Architekt des Projekts.

Dass jeder Studierende in Ruhe lernen kann, gleichzeitig aber auch die Gemeinschaft und der soziale Austausch gefördert werden, stand bei der Vergabe des Projekts für die SSWZ im Fokus.Ab September beherbergt das neue Wohnhaus 18 Wohngemeinschaften für drei bis zehn Personen, die insgesamt 130 Studierenden Platz bieten. Der Mittelpunkt jeder Wohnung sei ein grosszügiger Wohnraum mit offener Küche, um den herum die privaten Zimmer sowie die Badezimmer angeordnet sind.

Auf dem Boden jedes Wohnzimmers sei ein anderer historischer Rosengarten abgebildet, der von dem Künstler und ETH-Alumnus Nicolas K. Feldmeyer gestaltet wurde.Die Wohnräume münden in doppelgeschossige Loggien auf Seite des Parks, welche jeweils zwei Wohnungen verbinden und so wohngemeinschaftsübergreifend zum Verweilen sowie zum Grillieren auf den gemeinsamen Feuerstellen einladen.

Alle Privatzimmer lassen sich zur Parkseite hin lüften, und durch die massive Konstruktion sowie modernste Schallschutzmassnahmen bleiben auch die Wohnräume vom Lärm verschont. Mehrere Gäste-, Hobby- und Musikzimmer runden das Angebot für die Studierenden ab.

Ein Zimmer kostet durchschnittlich 580 Franken Miete ( inklusive Nebenkosten, Internet, Ausstattung) pro Monat.Jene Teile des Gebäudes, die aus Lärmschutzgründen nicht für Wohnzwecke verwendbar sind, sollen an Kleinunternehmen und Selbstständige vermietet werden. Vorgesehen sei etwa eine logopädische Praxis.

Mögliche gewerbliche Nutzungen seien vielfältig – auch für Gastronomiebetriebe sei die nötige Infrastruktur vorhanden. Dem Park zugewandt und im Erdgeschoss des Gebäudes entsteht ein städtischer Kindergarten, eine Kinderkrippe sowie eine Kindertagesstätte, welche Betreuungsmöglichkeiten für insgesamt 83 Kinder bieten.Das Anlegen eines öffentlichen Parks hinter dem Studierendenwohnhaus werde durch die platzsparende Gebäudetypologie des Wohngebäudes möglich.

Auf rund einem Drittel der Parzelle (ca. 2000m2) werde eine reichhaltig bepflanzte Erholungszone für das gesamte Quartier geschaffen.

Der Park entsteht unter der Trägerschaft von Grün Stadt Zürich und werde im Frühjahr 2021 fertiggestellt sein. Einen zusätzlichen Beitrag zur Artenvielfalt leisten am Gebäude angebrachte Nistplätze für die potenziell gefährdeten Mauersegler.Der Hochbau kostet insgesamt 28 Millionen Franken.

Die ETH und die Stadt Zürich haben sich mit jeweils vier Millionen Franken daran beteiligt, wobei die Stadt auch die Rückbaukosten übernommen hat. Drei Millionen Franken zahlte der Kanton.

Der restliche Betrag wurde durch die SSWZ finanziert.Das Studierendenwohnhaus Rosengarten sei das jüngste Kapitel einer langen Erfolgsgeschichte: Die SSWZ stellt Studierenden in Zürich insgesamt über 1`500 Zimmer in 15 Liegenschaften zur Verfügung. «Das Engagement der SSWZ für günstigen und hochwertigen studentischen Wohnraum sei eine Investition in die Zukunft des Hochschulstandorts Zürich», betont Ulrich Weidmann, Stiftungsratspräsident der SSWZ und Vizepräsident für Infrastruktur der ETH Zürich.

Denn um das anspruchsvolle Studium an der ETH oder der Universität Zürich zu meistern, bräuchten Studierende ein angemessenes Wohn- und Lernumfeld. Der Stiftungsratspräsident gibt weiter zu bedenken: «Das Bedürfnis nach bezahlbarem Wohnraum übersteigt nach wie vor bei weitem das Angebot».

Es sei also weiterhin nötig, dass die Hochschulen gemeinsam mit der Politik pragmatisch an Lösungen arbeiten – gerade so, wie das beim Studierendenwohnhaus Rosengarten der Fall war..

Suche nach Stichworten:

Platz Wohnraum Studierende Aufwertung fürs Quartier



Top News


» Corona-Pandemie: Witterungsschutz und Beheizung vorübergehend erleichtert


» Weiterführung der Beiträge an die Greater Zurich Area


» Mehr Platz zu Fuss und mehr Grün für die Innenstadt


» Stadt Zürich führt eine generelle Maskenpflicht ein


» Ein neues Gebäude für das Pflegezentrum Bachwiesen

Newsletter

Jeden Tag um 14.00 Uhr die neusten Meldungen aus Stadt und Katnon Zürich in Ihrem elektronischen Postfach.


Mit myzuri.ch verbinden