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Regional

Zürcher Bevölkerung erneut stark gewachsen

2020-02-07 08:32:01
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Quelle: Kanton Zürich

Ende 2019 zählte der Kanton Zürich rund 1‘536‘400 Einwohnerinnen und Einwohner, wie der Kanton Zürich schildert.

Damit sei die Bevölkerung im Lauf des vergangenen Jahres um rund 1,3 Prozent gewachsen. Prozentual am meisten zugelegt haben das Glattal, das Limmattal und das Unterland.

Dies zeigt die jüngste Erhebung des Statistischen Amts des Kantons Zürich.2019 sei die Bevölkerung des Kantons Zürichs um rund 19`600 auf 1`536`400 Personen gewachsen. Der Zuwachs entspreche fast der Einwohnerzahl der Stadt Kloten.

Mit einem Plus von 1,3 Prozent habe sich die Wachstumsrate gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht, entspreche aber etwa dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Hauptursache für das Wachstum sei die Zuwanderung aus dem Ausland sowie aus der übrigen Schweiz.

Die Wanderungsgewinne machen etwa 70 Prozent des Zuwachses aus. Den Rest trägt der Geburtenüberschuss zum Bevölkerungswachstum bei, es werden also mehr Kinder geboren als Personen sterben.Prozentual am meisten zugelegt haben das Glattal, das Limmattal und das Unterland mit je 1,7 Prozent.

Am wenigsten gewachsen seien das Weinland und das Oberland, aber auch hier seien es 0,5 respektive 1,0 Prozent. In absoluten Zahlen liegt die Stadt Zürich klar vorne – vor dem Glattal und dem Raum Winterthur.Die Bevölkerung der Kantonshauptstadt sei im vergangenen Jahr um 5‘100 Personen gewachsen.

Sie zählt neu 419‘000 Einwohnerinnen und Einwohner. Ebenfalls kräftig zugelegt haben Winterthur mit rund 1`400, Bülach mit 1`000, Dübendorf und Opfikon mit je 600 und Wallisellen und Dietikon mit je 500 Personen.

Diese sieben Städte vereinen die Hälfte des letztjährigen Zuwachses auf sich. Auf der anderen Seite war die Bevölkerungszahl bei 32 der 162 Zürcher Gemeinden leicht rückläufig, und vier Gemeinden hatten exakt gleich viele Einwohnerinnen und Einwohner wie im Vorjahr.

In Prozenten zeigt sich natürlich ein anderes Bild: Am meisten gewachsen seien die Gemeinden Uitikon mit 7,7 Prozent, Aesch mit 6,8, Kappel mit 5,4 und Weiach mit 5,3 Prozent. Die Gemeinde Wald hatte Ende 2019 erstmals mehr als 10`000 Einwohnerinnen und Einwohner und gesellte sich damit, statistisch gesehen, zu den 31 anderen Städten des Kantons.Die Zahl der ausländischen Staatsangehörigen belief sich Ende 2019 auf rund 413`800 Personen.

Dies entspreche einem Ausländeranteil von 26,9 Prozent, 0,2 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. 67,2 Prozent der ausländischen Bevölkerung stammen aus einem EU- oder EFTA-Staat, 16,2 Prozent aus dem übrigen Europa und 16,6 Prozent aus der übrigen Welt.

Deutschland und Italien stellen mit 88‘400 respektive 56‘000 Personen die grössten ausländischen Bevölkerungsgruppen. Danach folgen Portugal, der Kosovo, Spanien, Österreich, Nordmazedonien, die Türkei und Serbien.Die Zahl der Italienerinnen und Italiener sei mit einem Plus von rund 1`290 am stärksten gewachsen, dahinter folgen rumänische Staatsangehörige mit 1`050 sowie polnische mit 770 Personen.

Weiterhin deutliche Spuren in der Statistik hinterlassen die Personen, die aufgrund von Krieg und Vertreibung in die Schweiz geflohen sind. Die aus Syrien stammende Bevölkerung sei im vergangenen Jahr rund 650 Personen gewachsen, und jene aus Eritrea um 580. Wie bereits im Vorjahr habe die Zahl der deutschen Staatsangehörigen leicht abgenommen.

Es seien zwar im vergangenen Jahr mehr Deutsche zu- als weggewandert, ihr Wanderungssaldo sei sogar leicht höher als jener der Italiener. Viele im Kanton Zürich ansässige Deutsche haben sich aber einbürgern lassen und zählen daher in der Statistik neu zu den schweizerischen Staatsangehörigen.Ende 2019 war die Bevölkerung zu 27,1 Prozent evangelisch-reformiert und zu 24,8 Prozent römisch-katholisch.

Etwa 0,3 Prozent gehörten zu den übrigen staatlich anerkannten Religionsgemeinschaften, nämlich zur christkatholischen Kirche oder zu einer der beiden jüdischen Gemeinden. Die restlichen 47,8 Prozent der Bevölkerung gehörten keiner oder einer anderen Religionsgemeinschaft an.

Die evangelisch-reformierte Landeskirche habe innert Jahresfrist rund 8`600 Mitglieder verloren, vor allem durch Austritte und Sterbefälle. Dasselbe Bild zeigt sich bei der römisch-katholischen Kirche, die rund 5`600 Mitglieder verloren habe – wie bereits in den letzten Vorjahren konnten die Gewinne durch Zuwanderung den Mitgliederschwund nicht aufhalten.

Stark zugelegt habe hingegen die Gruppe der Personen mit anderer oder ohne Konfession. Sie sei im letzten Jahr um 33`800 Personen gewachsen.Die kantonale Bevölkerungserhebung werde seit 1962 jährlich durchgeführt.

Die Zahlen dienen in erster Linie als Grundlage für die Festsetzung des kantonalen Finanzausgleichs, darüber hinaus auch als Schlüssel für die Verteilung der Kantonsratssitze auf die Wahlbezirke sowie für die Kostenbeiträge an die anerkannten Religionsgemeinschaften. Seit 2010 werden nicht mehr nur die Mitglieder der evangelisch-reformierten, der römisch-katholischen und der christkatholischen Kirche erfasst, sondern auch jene der beiden anerkannten jüdischen Gemeinden, der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich (ICZ) sowie der Jüdischen Liberalen Gemeinde (JLG).Die Erfassung erfolgt jährlich per 31. Dezember.

Zur Wohnbevölkerung einer Gemeinde zählen nur Personen mit Hauptwohnsitz in der Gemeinde, nicht jedoch jene mit Nebenwohnsitz. Bei den schweizerischen Staatsangehörigen seien es jene, die in der Gemeinde gemeldet sind.

Bei den ausländischen Staatsangehörigen seien es sämtliche Personen mit Ausweis B (Aufenthalter/innen) oder C (Niedergelassene) und von den übrigen Ausländerkategorien all jene, die seit mindestens einem Jahr ununterbrochen in der Gemeinde leben. Nicht gezählt werden Personen im Asylverfahren.Da die Gemeinden ihre Einwohnerdaten im Verlauf des Januars elektronisch an das kantonale Statistische Amt liefern, steht die kantonale Einwohnerzahl anfangs Februar fest.

Die kommunalen Bevölkerungszahlen werden in der nun vorliegenden provisorischen Form Anfang März im Amtsblatt publiziert. Nach Ablauf einer Rekursfrist von 30 Tagen werden sie definitiv..

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