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Stadtrat plant Neuorganisation der Wärmeversorgung

Um das Netto-Null-Ziel zu erreichen, wird die Stadt Zürich bis 2040 rund 60 Prozent des Siedlungsgebiets mit Fernwärme erschliessen. Der Stadtrat will gleichzeitig die Versorgungssicherheit erhöhen und...

2023-06-07 13:05:07
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Quelle: Stadt Zürich

Um das Netto-Null-Ziel zu erreichen, wird die Stadt Zürich bis 2040 rund 60 Prozent des Siedlungsgebiets mit Fernwärme erschliessen, wie die Stadt Zürich meldet.

Der Stadtrat will gleichzeitig die Versorgungssicherheit erhöhen und Synergien in der Wärmeversorgung nutzen. Daher habe er sich entschieden, die Wärmeversorgung auf Stadtgebiet neu zu organisieren.

In der neuen Struktur werde das Elektrizitätswerk ewz die grossen städtischen Wärmenetze betreiben. Bisher gibt es auf Stadtgebiet drei städtische Anbieter von Wärmenetzen: Das Elektrizitätswerk ewz, Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ) und die Energie 360° AG.

Neu sollen sämtliche grossflächigen Wärmenetze unter dem Dach von ewz vereint werden. Durch die gemeinsamen Anstrengungen zur Erreichung der städtischen Netto-Null-Ziele haben die drei Anbieter von Fernwärmenetzen ihre Zusammenarbeit in den letzten Jahren intensiviert.

Vor rund zwei Jahren habe dann der Stadtrat mit der Gründung der Geschäftsstelle Wärme Zürich diese Zusammenarbeit formalisiert. Seither koordiniert Wärme Zürich den Ausbau der Netze der drei Anbieter.

Derzeit werde geprüft, ob die bestehenden Wärmenetze auch physisch untereinander verbunden werden können, damit auf Stadtgebiet Schritt für Schritt ein Gesamtnetz entsteht, das die Versorgungssicherheit weiter erhöht. Die geplante Neuorganisation trägt diesen Veränderungen Rechnung und stellt die nächste Integrationsstufe im Bereich der Wärmeversorgung dar.Ein Projekt unter der Leitung der Stadtratsmitglieder Michael Baumer (Vorsteher des Departements der Industriellen Betriebe), Simone Brander (Vorsteherin des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements) sowie Andreas Hauri (Vorsteher der Gesundheits- und Umweltdepartements) werde bis Ende Jahr in einem Umsetzungsplan aufzeigen, wie und in welchem Zeitraum eine solche Neuorganisation erfolgen kann.

In diesem Zeitraum erfolgt auch die Vernehmlassung bei den Personalverbänden.Die Fernwärmeaktivitäten von ERZ werden in ewz integriert. Mit dem Umsetzungsplan werde aufgezeigt, wie die Integration der Fernwärmeaktivitäten ausgestaltet werden solle und wie und zu welchem Zeitpunkt die betreffenden Mitarbeitenden von ERZ zu ewz wechseln sollen.

Die Fachleute von ERZ werden die neue Organisation mit ihrem Wissen und ihrer langjährigen Erfahrung im Wärmebereich entscheidend mitprägen.Auch Energie 360° werde einen Teil ihrer Wärmenetze in der Stadt Zürich ans ewz übertragen, wobei die Mitarbeitenden bei Energie 360° verbleiben. Eigentum und Betrieb des Gasnetzes sowie alle übrigen Aktivitäten verbleiben bei Energie 360°.

Energie 360° sei eine Aktiengesellschaft im Besitz der öffentlichen Hand. Haupteigentümerin sei die Stadt Zürich.

An der Strategie der Firma, die Transformation in der gesamten Schweiz voranzutreiben und bis 2040 ausschliesslich erneuerbare Energie zu liefern, werde festgehalten. Da sich der Tätigkeitsschwerpunkt von Energie 360° zukünftig noch stärker auf Aktivitäten ausserhalb der Stadt verlagert, will der Stadtrat dem Unternehmen neue Perspektiven bieten und das Feld für Kooperationen öffnen.

Um hier mehr Handlungsfreiheit zu gewinnen, solle die Kompetenz des Stadtrats zur Veräusserung von Anteilen dieses Unternehmens ausgedehnt werden.Mit dem nun beschlossenen Vorgehen reagiert der Stadtrat auch auf die gemeinderätliche Motion «Rekommunalisierung der Versorgungsnetze von Energie 360° AG» (GR Nr. 2021/417). Darin werde der Stadtrat aufgefordert, dem Gemeinderat eine Vorlage für die Rekommunalisierung der Versorgungsnetze für die Gas-, Wärme- und Kälteversorgung vorzulegen.Auch das Anliegen der beim Gemeinderat hängigen Motion «Einführung eines Einheitstarifs für den Anschluss und Bezug von Fernwärme» (GR Nr.

2022/441) könne mit dem nun in Auftrag gegebenen Umsetzungsplan berücksichtigt werden, da sich durch die zunehmende physische Vernetzung der Wärmenetze die Einführung eines Einheitstarifs abzeichnet..

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