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Problematischer Trend zu E-Zigaretten bei Kindern und Jugendlichen

Der Konsum von E-Zigaretten ist bei der Stadtzürcher Jugend besonders beliebt. Das zeigt der aktuelle Monitoringbericht. Präventive Massnahmen sind nur bedingt wirksam, weil der Verkauf an Minderjährige...

2023-04-20 09:05:09
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Quelle: Stadt Zürich

Der Konsum von E-Zigaretten ist bei der Stadtzürcher Jugend besonders beliebt, wie die Stadt Zürich meldet.

Das zeigt der aktuelle Monitoringbericht. Präventive Massnahmen seien nur bedingt wirksam, weil der Verkauf an Minderjährige nicht verboten ist.

Der Stadtrat unterstützt die Bestrebungen für mehr Jugendschutz. Im Auftrag der stadträtlichen Delegation für Sicherheit im öffentlichen Raum erfasst die Stadt Zürich den Konsum von Alkohol, Drogen und weiteren Substanzen im öffentlichen Raum regelmässig.

Anlässlich des jährlichen Monitoringberichts zum Substanzkonsum werden die aktuellen Massnahmen überprüft und gegebenenfalls Anpassungen vorgenommen.E-Zigaretten, sogenannte Vapes, verbrennen keinen Tabak, sondern verdampfen eine meistens mit Nikotin und Aromastoffen angereicherte Flüssigkeit. Die neuste Produktgeneration von Wegwerf-E-Zigaretten habe in den letzten zwei Jahren nicht nur bei der Suchtpräventionsstelle der Stadt Zürich Besorgnis ausgelöst, sondern beschäftigt Präventionsfachleute, Schulen und Freizeitorganisationen in der ganzen Schweiz.

Diese stark nikotinhaltigen «Puff‑Bars» seien mit ihrem bunten Leuchtstift-Design und den vielen fruchtig-süssen Geschmacksrichtungen besonders bei Kindern und Jugendlichen beliebt. Gemäss der kürzlich von Sucht Schweiz veröffentlichten HBSC-Studie haben 5 Prozent der 11‑ bis 12‑Jährigen in den letzten 30 Tagen Vapes konsumiert, bei den 13-Jährigen seien es bereits 10 Prozent.

Der zwischen 2018 und 2022 beobachtete starke Anstieg des Konsums von E‑Zigaretten bei 15‑Jährigen werde als «besorgniserregend» beschrieben. Zudem zeigen aktuelle Zahlen des BAG, dass junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren fast doppelt so häufig E‑Zigaretten konsumieren wie die Gesamtbevölkerung.Diese beunruhigende Entwicklung stellt ein hohes Gesundheits- und Abhängigkeitsrisiko dar.

Aufgrund der ausstehenden Jugendschutzbestimmungen auf Bundesebene seien suchtpräventive Massnahmen nur eingeschränkt wirksam. Aktuell existieren für E‑Zigaretten weder Verkaufsverbote an Minderjährige noch Werbeeinschränkungen.

Damit fehlen grundlegende strukturelle Rahmenbedingungen für einen wirkungsvollen Jugendschutz. Erst Anfang 2024 solle das neue Tabakproduktegesetz in Kraft treten, das zumindest ein Verkaufsverbot von E‑Zigaretten an unter 18‑Jährige vorsieht.

Die Stadt Zürich unterstützt die Bestrebungen auf Bundesebene hinsichtlich einer gemeinsamen Regulierung.Im Jahr 2022 wurden in der Zürcher Ausnüchterungs- und Betreuungsstelle (ZAB) total 877 kontrollierte Ausnüchterungen vorgenommen. Im Vergleich zum Vorjahr entspreche das einer Zunahme von 8 Prozent.

Positiv sei zu vermerken, dass die Zahl von Jugendlichen, die in der ZAB behandelt wurden, mit 1,5 Prozent noch nie so tief war. Die Stadt Zürich habe im Jahr 2021 eine Studie zum öffentlichen Alkoholkonsum in Auftrag gegeben.

Die Ergebnisse werden noch in diesem Jahr erwartet und vorgestellt. .

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